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	<title>Monti di Cauco - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]] mit [[Cappella_S._Antonio]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschläge für Wanderungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Monti.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Braggio bergwald.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Calancasca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Cavaionc landarenca.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Siedlung [[Lasciallo]] oberhalb [[Cauco]] befindet sich ein barockes Juwel aus der Glanzzeit der Misoxer und Calanciner Baumeister, die Cappella San Antonio da Padova (https://s.geo.admin.ch/924b3ad0d9):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Notizen im Gemeindearchiv von [[Cauco]] erbaut 1605 und mit Glocken von 1620 datiert, ist die Kapelle mit einem qualitativ sehr wertvollen Antragsstuck aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ausgestattet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_innen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleiner filmischer Einblick in die Kapelle: https://www.markne.ch/unterricht/magistri-moesani/lasciallo.mp4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon von bescheidenen Dimensionen kann die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Der Zugang zur Kapelle führt in eine offene Vorhalle. Die Seiten des Eingangs zieren zwei Wandbilder von N. Giuliani, das noch ganz erhaltene Bild links die Verkündigung Mariens darstellend. Der flachen Decke entlang findet sich ein gemalter Rahmenfries.&lt;br /&gt;
Das Innere des Schiffs ist mit einer einfachen Holzdecke abgeschlossen und zeigt zierlose Wände. Reich ausgestattet mit Stuck von hervorragender Qualität sind der Chorbogen und das Kreuzgewölbe. Es handelt sich um einen frühbarocken künstlerisch sehr wertvollen Antragsstuck, die Arbeit eines Misoxer Meisters. Obwohl es keine schriftlichen Dokumente gibt, kann als gesichert angesehen werden, dass die Kapelle mit den gleichen Putti ausgestattet und deren Gesichter mit der gleichen negativen Form ausgeführt wurden, wie diese der Pfarrkirche von Rossa, wo die Stucks dokumentiert und Pietro Giuliani zugeschrieben sind.&lt;br /&gt;
Der herrliche Stuckaltar mit grau gefasstem Architrav und den in Stucco Lustro gefassten schwarzen Säulen beinhaltet als Ausstattung eine qualitätvolle Holzstatue des Heiligen Antonius. Das Antipendium aus Holz ist mit einer wundervollen Malerei aus der Übergangszeit Spätrenaissance zum Frühbarock verziert.&lt;br /&gt;
Die ursprünglich fünf nie übermalten Deckenbilder in Freskotechnik (zwei nur noch in fragmentarischem Zustand, eines fehlt ganz) stammen von Nicolao Giuliani aus Roveredo (um 1670 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung der Kapelle gehören ferner ein Leinwandbild des 18. Jhs. (Schmerzensmaria) und zwei sehr volkstümliche Leuchterengel (17. Jh.). Noch beim Weggehen beeindruckt die Harmonie dieses kunstgeschichtlichen Kleinods, zur inneren Harmonie gesellt sich die einzigartige Einordnung in die Bergwelt des Calanca-Tales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text: H. Urech, nach Unterlagen von Prof. O. Emmenegger sowie den beiden Restauratoren L. Knöchel und M. Somaini.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Siedlung [[Lasciallo]] oberhalb [[Cauco]] befindet sich ein barockes Juwel aus der Glanzzeit der Misoxer und Calanciner Baumeister, die Cappella San Antonio da Padova (https://s.geo.admin.ch/924b3ad0d9):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Notizen im Gemeindearchiv von [[Cauco]] erbaut 1605 und mit Glocken von 1620 datiert, ist die Kapelle mit einem qualitativ sehr wertvollen Antragsstuck aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ausgestattet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_innen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleiner filmischer Einblick in die Kapelle: https://www.markne.ch/unterricht/magistri-moesani/lasciallo.mp4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon von bescheidenen Dimensionen kann die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Der Zugang zur Kapelle führt in eine offene Vorhalle. Die Seiten des Eingangs zieren zwei Wandbilder von N. Giuliani, das noch ganz erhaltene Bild links die Verkündigung Mariens darstellend. Der flachen Decke entlang findet sich ein gemalter Rahmenfries.&lt;br /&gt;
Das Innere des Schiffs ist mit einer einfachen Holzdecke abgeschlossen und zeigt zierlose Wände. Reich ausgestattet mit Stuck von hervorragender Qualität sind der Chorbogen und das Kreuzgewölbe. Es handelt sich um einen frühbarocken künstlerisch sehr wertvollen Antragsstuck, die Arbeit eines Misoxer Meisters. Obwohl es keine schriftlichen Dokumente gibt, kann als gesichert angesehen werden, dass die Kapelle mit den gleichen Putti und deren Gesichtern mit der gleichen negativen Form ausgeführt wurden, wie diese der Pfarrkirche von Rossa, wo die Stucks dokumentiert und Pietro Giuliani zugeschrieben sind.&lt;br /&gt;
Der herrliche Stuckaltar mit grau gefasstem Architrav und den in Stucco Lustro gefassten schwarzen Säulen beinhaltet als Ausstattung eine qualitätvolle Holzstatue des Heiligen Antonius. Das Antipendium aus Holz ist mit einer wundervollen Malerei aus der Übergangszeit Spätrenaissance zum Frühbarock verziert.&lt;br /&gt;
Die ursprünglich fünf nie übermalten Deckenbilder in Freskotechnik (zwei nur noch in fragmentarischem Zustand, eines fehlt ganz) stammen von Nicolao Giuliani aus Roveredo (um 1670 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung der Kapelle gehören ferner ein Leinwandbild des 18. Jhs. (Schmerzensmaria) und zwei sehr volkstümliche Leuchterengel (17. Jh.). Noch beim Weggehen beeindruckt die Harmonie dieses kunstgeschichtlichen Kleinods, zur inneren Harmonie gesellt sich die einzigartige Einordnung in die Bergwelt des Calanca-Tales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text: H. Urech, nach Unterlagen von Prof. O. Emmenegger sowie den beiden Restauratoren L. Knöchel und M. Somaini.)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Siedlung [[Lasciallo]] oberhalb [[Cauco]] befindet sich ein barockes Juwel aus der Glanzzeit der Misoxer und Calanciner Baumeister, die Cappella San Antonio da Padova (https://s.geo.admin.ch/924b3ad0d9):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Notizen im Gemeindearchiv von [[Cauco]] erbaut 1605 und mit Glocken von 1620 datiert, ist die Kapelle mit einem qualitativ sehr wertvollen Antragsstuck aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ausgestattet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_innen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleiner filmischer Einblick in die Kapelle: https://www.markne.ch/unterricht/magistri-moesani/lasciallo.mp4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon von bescheidenen Dimensionen kann die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Der Zugang zur Kapelle führt in eine offene Vorhalle. Die Seiten des Eingangs zieren zwei Wandbilder von N. Giuliani, das noch ganz erhaltene Bild links die Verkündigung Mariens darstellend. Der flachen Decke entlang findet sich ein gemalter Rahmenfries.&lt;br /&gt;
Das Innere des Schiffs ist mit einer einfachen Holzdecke abgeschlossen und zeigt zierlose Wände. Reich ausgestattet mit Stuck von hervorragender Qualität sind der Chorbogen und das Kreuzgewölbe. Es handelt sich um einen frühbarocken künstlerisch sehr wertvollen Antragsstuck, die Arbeit eines Misoxer Meisters. Obwohl es keine schriftlichen Dokumente gibt, kann als gesichert angesehen werden, dass die Kapelle mit den gleichen Putti und deren Gesichter ausgestattet und damit mit einer negativen Form ausgeführt wurden, wie diese der Pfarrkirche von Rossa, wo die Stucks dokumentiert und Pietro Giuliani zugeschrieben sind.&lt;br /&gt;
Der herrliche Stuckaltar mit grau gefasstem Architrav und den in Stucco Lustro gefassten schwarzen Säulen beinhaltet als Ausstattung eine qualitätvolle Holzstatue des Heiligen Antonius. Das Antipendium aus Holz ist mit einer wundervollen Malerei aus der Übergangszeit Spätrenaissance zum Frühbarock verziert.&lt;br /&gt;
Die ursprünglich fünf nie übermalten Deckenbilder in Freskotechnik (zwei nur noch in fragmentarischem Zustand, eines fehlt ganz) stammen von Nicolao Giuliani aus Roveredo (um 1670 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung der Kapelle gehören ferner ein Leinwandbild des 18. Jhs. (Schmerzensmaria) und zwei sehr volkstümliche Leuchterengel (17. Jh.). Noch beim Weggehen beeindruckt die Harmonie dieses kunstgeschichtlichen Kleinods, zur inneren Harmonie gesellt sich die einzigartige Einordnung in die Bergwelt des Calanca-Tales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text: H. Urech, nach Unterlagen von Prof. O. Emmenegger sowie den beiden Restauratoren L. Knöchel und M. Somaini.)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]] mit [[Cappella_S._Antonio]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschläge für Wanderungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Monti.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Braggio bergwald.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Calancasca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: /* Downloads */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]] mit [[Cappella_S._Antonio]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschläge für Wanderungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:monti.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:braggio_bergwald.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:calancasca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:cavaionc_landarenca.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<updated>2025-03-29T13:49:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Siedlung [[Lasciallo]] oberhalb [[Cauco]] befindet sich ein barockes Juwel aus der Glanzzeit der Misoxer und Calanciner Baumeister, die Cappella San Antonio da Padova (https://s.geo.admin.ch/924b3ad0d9):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Notizen im Gemeindearchiv von [[Cauco]] erbaut 1605 und mit Glocken von 1620 datiert, ist die Kapelle mit einem qualitativ sehr wertvollen Antragsstuck aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ausgestattet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_innen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleiner filmischer Einblick in die Kapelle: https://www.markne.ch/unterricht/magistri-moesani/lasciallo.mp4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon von bescheidenen Dimensionen kann die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Der Zugang zur Kapelle führt in eine offene Vorhalle. Die Seiten des Eingangs zieren zwei Wandbilder von N. Giuliani, das noch ganz erhaltene Bild links die Verkündigung Mariens darstellend. Der flachen Decke entlang findet sich ein gemalter Rahmenfries.&lt;br /&gt;
Das Innere des Schiffs ist mit einer einfachen Holzdecke abgeschlossen und zeigt zierlose Wände. Reich ausgestattet mit Stuck von hervorragender Qualität sind der Chorbogen und das Kreuzgewölbe. Es handelt sich um einen frühbarocken künstlerisch sehr wertvollen Antragsstuck, die Arbeit eines Misoxer Meisters, dessen Namen wir nicht kennen, vermutlich noch aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts. Der herrliche Stuckaltar mit grau gefasstem Architrav und den in Stucco Lustro gefassten schwarzen Säulen beinhaltet als Ausstattung eine qualitätvolle Holzstatue des Heiligen Antonius. Das Antipendium aus Holz ist mit einer wundervollen Malerei aus der Übergangszeit Spätrenaissance zum Frühbarock verziert.&lt;br /&gt;
Die ursprünglich fünf nie übermalten Deckenbilder in Freskotechnik (zwei nur noch in fragmentarischem Zustand, eines fehlt ganz) stammen von Nicolao Giuliani aus Roveredo (um 1670 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung der Kapelle gehören ferner ein Leinwandbild des 18. Jhs. (Schmerzensmaria) und zwei sehr volkstümliche Leuchterengel (17. Jh.). Noch beim Weggehen beeindruckt die Harmonie dieses kunstgeschichtlichen Kleinods, zur inneren Harmonie gesellt sich die einzigartige Einordnung in die Bergwelt des Calanca-Tales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text: H. Urech, nach Unterlagen von Prof. O. Emmenegger sowie den beiden Restauratoren L. Knöchel und M. Somaini.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Cappella_S._Antonio&amp;diff=185</id>
		<title>Cappella S. Antonio</title>
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		<updated>2025-03-09T22:34:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Siedlung [[Lasciallo]] oberhalb [[Cauco]] befindet sich ein barockes Juwel aus der Glanzzeit der Misoxer und Calanciner Baumeister, die Cappella San Antonio da Padova (https://s.geo.admin.ch/924b3ad0d9):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Notizen im Gemeindearchiv von [[Cauco]] erbaut 1605 und mit Glocken von 1620 datiert, ist die Kapelle mit einem qualitativ sehr wertvollen Antragsstuck aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ausgestattet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_innen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon von bescheidenen Dimensionen kann die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Der Zugang zur Kapelle führt in eine offene Vorhalle. Die Seiten des Eingangs zieren zwei Wandbilder von N. Giuliani, das noch ganz erhaltene Bild links die Verkündigung Mariens darstellend. Der flachen Decke entlang findet sich ein gemalter Rahmenfries.&lt;br /&gt;
Das Innere des Schiffs ist mit einer einfachen Holzdecke abgeschlossen und zeigt zierlose Wände. Reich ausgestattet mit Stuck von hervorragender Qualität sind der Chorbogen und das Kreuzgewölbe. Es handelt sich um einen frühbarocken künstlerisch sehr wertvollen Antragsstuck, die Arbeit eines Misoxer Meisters, dessen Namen wir nicht kennen, vermutlich noch aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts. Der herrliche Stuckaltar mit grau gefasstem Architrav und den in Stucco Lustro gefassten schwarzen Säulen beinhaltet als Ausstattung eine qualitätvolle Holzstatue des Heiligen Antonius. Das Antipendium aus Holz ist mit einer wundervollen Malerei aus der Übergangszeit Spätrenaissance zum Frühbarock verziert.&lt;br /&gt;
Die ursprünglich fünf nie übermalten Deckenbilder in Freskotechnik (zwei nur noch in fragmentarischem Zustand, eines fehlt ganz) stammen von Nicolao Giuliani aus Roveredo (um 1670 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung der Kapelle gehören ferner ein Leinwandbild des 18. Jhs. (Schmerzensmaria) und zwei sehr volkstümliche Leuchterengel (17. Jh.). Noch beim Weggehen beeindruckt die Harmonie dieses kunstgeschichtlichen Kleinods, zur inneren Harmonie gesellt sich die einzigartige Einordnung in die Bergwelt des Calanca-Tales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text: H. Urech, nach Unterlagen von Prof. O. Emmenegger sowie den beiden Restauratoren L. Knöchel und M. Somaini.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Siedlung [[Lasciallo]] oberhalb [[Cauco]] befindet sich ein barockes Juwel aus der Glanzzeit der Misoxer und Calanciner Baumeister, die Cappella San Antonio da Padova (https://s.geo.admin.ch/924b3ad0d9):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Notizen im Gemeindearchiv von [[Cauco]] erbaut 1605 und mit Glocken von 1620 datiert, ist die Kapelle mit einem qualitativ sehr wertvollen Antragsstuck aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ausgestattet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_innen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon von bescheidenen Dimensionen kann die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Der Zugang zur Kapelle führt in eine offene Vorhalle. Die Seiten des Eingangs zieren zwei Wandbilder von N. Giuliani, das noch ganz erhaltene Bild links die Verkündigung Mariens darstellend. Der flachen Decke entlang findet sich ein gemalter Rahmenfries.&lt;br /&gt;
Das Innere des Schiffs ist mit einer einfachen Holzdecke abgeschlossen und zeigt zierlose Wände. Reich ausgestattet mit Stuck von hervorragender Qualität sind der Chorbogen und das Kreuzgewölbe. Es handelt sich um einen frühbarocken künstlerisch sehr wertvollen Antragsstuck, die Arbeit eines Misoxer Meisters, dessen Namen wir nicht kennen, vermutlich noch aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts. Der herrliche Stuckaltar mit grau gefasstem Architrav und den in Stucco Lustro gefassten schwarzen Säulen beinhaltet als Ausstattung eine qualitätvolle Holzstatue des Heiligen Antonius. Das Antipendium aus Holz ist mit einer wundervollen Malerei aus der Übergangszeit Spätrenaissance zum Frühbarock verziert.&lt;br /&gt;
Die ursprünglich fünf nie übermalten Deckenbilder in Freskotechnik (zwei nur noch in fragmentarischem Zustand, eines fehlt ganz) stammen von Nicolao Giuliani aus Roveredo (um 1670 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung der Kapelle gehören ferner ein Leinwandbild des 18. Jhs. (Schmerzensmaria) und zwei sehr volkstümliche Leuchterengel (17. Jh.). Noch beim Weggehen beeindruckt die Harmonie dieses kunstgeschichtlichen Kleinods, zur inneren Harmonie gesellt sich die einzigartige Einordnung in die Bergwelt des Calanca-Tales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text: H. Urech, nach Unterlagen von Prof. O. Emmenegger sowie den beiden Restauratoren L. Knöchel und M. Somaini.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Film gibt einen Eindruck der reichen Ausstattung im Innern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=183</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2024-03-30T11:08:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]] mit [[Cappella_S._Antonio]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=182</id>
		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-19T10:56:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Lageplan zu den Ackerterrassen:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta): ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ciüs di Lascial“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=181</id>
		<title>Monti</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=181"/>
		<updated>2023-06-19T10:56:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Lageplan zu den Ackerterrassen:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta): ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Ciüs di Lascial“''     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=180</id>
		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-19T08:17:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lageplan zu den Ackerterrassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta): ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-19T08:16:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* == Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lageplan zu den Ackerterrassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=178</id>
		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-19T07:57:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lageplan zu den Ackerterrassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-19T07:56:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lageplan zu den Ackerterrassen:&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=176</id>
		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-19T07:53:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-17T15:54:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=174</id>
		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-17T15:54:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-17T15:52:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=172</id>
		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-17T15:51:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lageplan zu den Ackerterrassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Val_Calanca&amp;diff=171</id>
		<title>Val Calanca</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Val_Calanca&amp;diff=171"/>
		<updated>2023-06-17T09:22:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Abschnitt behandelt einige grundlegende Aspekte des Calancatals aus geographischer und historischer Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturraum und Raumnutzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionelle Bergbauernwirtschaft der Südalpentäler hat die Naturgrundlagen mit enormem Arbeitsaufwand erheblich umgestaltet, ohne diese zu zerstören. Auf solche Ziele müssen wir wieder hinarbeiten: weniger nur punktuellen Schutz der Natur in Reservaten sondern vielmehr insgesamt eine Raumnutzung, die auf Erhaltung der ökologischen Stabilität ausgerichtet ist. Bedingt durch die bescheidenen technischen Möglichkeiten und den geringen Einsatz von Energie bleibt der Lebensraum Calancatal im Rahmen der traditionellen Berglandwirtschaft stark naturgeprägt und für lange Zeit weitgehend isoliert. Das Resultat war ein überwiegend autarker bäuerlicher Wirtschaftsraum alpiner Prägung, in dem bis heute die Dominanz der Naturkräfte sichtbar bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Calancatal zieht sich als 26 km lange, tiefe und enge Furche zwischen hohen steilen Bergen fast genau von Nord nach Sud dahin. Ein eigentlicher Talboden existiert nur auf kurzen Abschnitten (insgesamt weniger als 5 km), und er bleibt auch dort eng und durch den Fluss gefährdet. Aus vielen Jahrhunderten sind Überschwemmungen überliefert, und erst die umfangreichen Verbauungen der Calancasca nach der Katastrophe von 1951 boten seither ausreichenden Schutz.&lt;br /&gt;
Die stete Gefährdung des Talbodens hatte Einfluss auf die Wahl der Siedlungsstandorte. Die Dörfer finden wir auf den Schuttkegeln der Seitenbäche (Arvigo, Selma, Bodio, Rossa) oder auf Hangterrassen (Braggio, Landarenca, Masciadone, Sta. Domenica etc). Für den Abschnitt Cauco - Selma gibt es Hinweise, dass die Terrassen früher besiedelt wurden als die Talsohle.&lt;br /&gt;
Logischerweise sind auch die landwirtschaftlichen Nutzflächen im Bereich des Talbodens nicht ausgedehnt. Weniger als 10% der Nutzflächen entfielen 1929, in einer Zeit als die Landwirtschaft im Tal noch intakt war, auf die Talsohle. Diese Felder sind aber, zusammen mit wenigen flachen Terrassen, die einzigen, die z. Beispiel mit einem Ladewagen befahrbar sind.&lt;br /&gt;
Die Talflanken sind im Mittel sehr steil und immer wieder von Felsbändern durchsetzt. Siedlungen und Agrarland konzentrieren sich daher auf die vorerwähnten Terrassen. Bedingt durch den starken Bevölkerungsdruck im Hochmittelalter wurden allerdings in Siedlungsnähe auch sehr steile Lagen in die Nutzung einbezogen wo Geländeform (Lawinenzüge) und Hangstabilität nicht einen Schutzwald unentbehrlich machten. Auch für die aktuelle wirtschaftliche Situation sind die steilen Talflanken mitverantwortlich. Wo der Bau von Erschliessungsstrassen nicht möglich bzw. zu teuer ist, wird die landwirtschaftliche Nutzung in den meisten Fällen aufgegeben. Die Felsbänder wiederum verhindern den Bau von Skipisten und liessen so keinen bedeutenden Wintersportbetrieb zu. Da dadurch der Anreiz für eine touristische Erschliessung durch Seilbahnen etc. fehlt, blieb das Tal vom Massentourismus unberührt.&lt;br /&gt;
Die klimatischen Randbedingungen variieren innerhalb eines Bergtals sehr stark, dies gilt vorallem für Temperatur und Besonnung. Niederschläge fallen im allgemeinen in ausreichenden Mengen, doch führen Trockenperioden, auch wenn sie in den Bergen weniger ausgeprägt sind als im Südtessin, gelegentlich zu Ernteeinbussen. Die Dauer der Vegetationszeit hängt von der Höhenlage ab (100m Höhendifferenz bedeuten eine Verkürzung der Vegetationszeit um durchschnittlich 12 Tage), wird aber auch durch die winterlichen Schneemengen und die Exposition beeinflusst. Der letztere Faktor zeichnet generell verantwortlich für eine mikroklimatische Vielfalt, die zweckmässig genutzt werden kann.&lt;br /&gt;
Das Calancatal liegt an keiner zentralen Verkehrsachse. Nach Süden zu behindert eine tiefe Schlucht den Zugang zur San Bernardino-Route, im Norden führt der Zugang über lange Passwege, die nie zu Strassen ausgebaut wurden und die im Winter zugeschneit sind. Diese periphere Lage hat die in der romanischen Berglandwirtschaft vorhandene Tendenz zur Selbstversorgung verstärkt. Die angestrebte Autarkie erlaubte den Bauern keine der Natur angepasste Spezialisierung. So stand, trotz diesbezüglich ungünstigen Bedingungen, der Ackerbau gleichwertig neben der Viehhaltung. Unter riesigem Arbeitsaufwand wurden Ackerflächen hergerichtet, bebaut, gepflegt und abgeerntet. Auch der Obstbau hatte einen ganz anderen Stellenwert als heute. Dennoch wäre eine ausreichende Ernährung der Bevölkerung wohl nicht zu erreichen gewesen ohne die Esskastanie, die bis Buseno kultiviert wurde mit Ernterechten auch für viele Familien im inneren Tal. Ungeachtet aller Anstrengungen war die Autarkie, zumindest seit dem Mittelalter, nie eine vollständige. Man tauschte Waren auf den Märkten von San Bernardino, Mesocco und Bellinzona und seit dem 16. Jahrhundert trug eine verbreitete temporäre Berufsauswanderung zur Sicherung der materiellen Existenz der Familien bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besiedlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde frühneolithischer Bauern (ca. 4‘500 BP) auf der Terrasse von Castaneda&lt;br /&gt;
- Der Name „Calanca“ (abschüssiger Ort) verweist auf ligurische Einwanderer (8. Jh. v.&lt;br /&gt;
Chr.)&lt;br /&gt;
- Eisenzeitliche Gräber in Augio und keltische Namen (u. a. Arvigo) zeigen, dass auch&lt;br /&gt;
das innere Tal schon früh von ersten Siedlern aufgesucht wurde&lt;br /&gt;
- Ab 1. Jahrhundert n. Chr. bringen die Römer die lateinische Sprache, später folgen&lt;br /&gt;
germanische Völker (Langobarden etc.)&lt;br /&gt;
- Eine dichtere Besiedlung des inneren Tales setzte aber wohl erst im Mittelalter ein und&lt;br /&gt;
zwar, bedingt durch die Schlucht am Taleingang, vorwiegend über Terrassen (Giova, Sta.Maria) und vorallem von San Bernardino her. Auslöser war die durch ein starkes Bevölkerungswachstum zur Zeit des Klimaoptimums verursachte Raumknappheit, die nach einer Ausweitung des Siedlungsraums rief (Binnenkolonisation). Im Hochmittelalter (ab Ende 13.Jh.) kommt es unter den Herren von Sax auch zur Ansiedlung von Walsern, ein Vorgang der ebenfalls durch Ortsnamen etc. belegt ist (Bodio, Landarenca). Die insgesamt starke Zuwanderung von Norden her ins Tal wird durch sprachgeschichtliche Untersuchungen belegt (mündliche Mitteilung des Dialektforschers Giacomo Urech).&lt;br /&gt;
So treffen und überschneiden sich Einflüsse von Süden (Misox, Tessin) und Norden (Zentralalpen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vertikale Erstreckung der Bauernbetriebe über alle Höhenstufen hat Konsequenzen für die Siedlungsstruktur. Jeder einzelne Betrieb benötigt neben dem Hauptwohnplatz im Dorf zahlreiche, nur saisonal genutzte Gebäude auf den entfernten Betriebsflächen. Wegen den weitgehend fehlenden Fahrwegen war die Anzahl Gebäude pro Betrieb im Calancatal besonders gross.&lt;br /&gt;
Für [[Cauco]] können auf Grund sorgfältiger eigener Detailuntersuchungen genauere Angaben zur Gebäudezahl pro Bauernbetrieb bzw. pro Einwohner gemacht werden.&lt;br /&gt;
Einem Maximalstand von ca. 400 Einwohnern entsprachen 76 Wohnhäuser in den Dauersiedlungen Bodio, Cauco, Lasciallo, Masciadone und Rode sowie knapp über 80 bäuerliche Betriebe. Zusammen mit den 369 erfassten kleineren und grösseren „Wirtschaftsgebäuden“ ergibt sich folgendes Bild: Auf 1 Bauernbetrieb entfielen im Mittel zusätzlich zum Wohnhaus rund 4,5 Wirtschaftsgebäude (inkl. Käsekeller, Speicher etc.) und damit je Einwohner etwas mehr als ein Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abwanderung - Die grosse Wende ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das augenfälligste äussere Merkmal der Kulturlandschaft des Calancatals sind die unübersehbaren Spuren der Entvölkerung: Ruinen, vergandende Wiesen und Weiden, kaum noch auffindbare Fusswege, Buschwald aus Lichtholzarten usw.&lt;br /&gt;
Spätestens seit Beginn der Neuzeit war der inneralpine Raum bereits bis an die Grenze seiner Tragfähigkeit besiedelt. Wenn nicht Seuchen oder Katastrophen die Bevölkerung dezimierten, führte das natürliche Bevölkerungswachstum bald einmal zur Verknappung des kargen Lebensraums.&lt;br /&gt;
Der wachsende Bevölkerungsdruck zwang zur:&lt;br /&gt;
- Abwanderung eines Teils des Geburtenüberschusses&lt;br /&gt;
- saisonalen oder temporären Auswanderung von Berufsleuten (Söldner, Maurer,&lt;br /&gt;
Harzer, Glaser, Maler etc.).&lt;br /&gt;
Die starke Bindung an die Heimat und insbesondere an die Dorfgemeinschaft begünstigte eine temporäre Auswanderung. Junge Männer zogen für kürzere oder längere Zeit in die Fremde, um dort ihren Lebensunterhalt und womöglich noch einen Zustupf für die Familie zu Hause zu verdienen. Diese Art der Berufsauswanderung hat im Calancatal (wie in anderen Südalpentälern) während gegen 500 Jahren eine zentrale Rolle gespielt.&lt;br /&gt;
Die Geschichte dieser Auswanderung soll hier nicht nacherzählt werden, nur auf zwei Auswirkungen sei kurz hingewiesen. Durch die ins Tal fliessenden finanziellen Mittel konnte lange Zeit eine relativ hohe Bevölkerungszahl gehalten werden und eine bedeutende Zahl kunstgeschichtlich wertvoller Bauten verdankt ihre Existenz dem Geld aus der Fremde. Andererseits entfremdeten sich die Männer zusehends der materiellen Existenzgrundlage im Tal, der Berglandwirtschaft. Die Hauptlast der bäuerlichen Arbeiten ruhte auf den Schultern der Frauen, und körperlich schwere „Männerarbeit“ wie Säuberung der Alpen, Instandstellung der Wege dorthin usw. blieben unverrichtet oder mussten in Lohnarbeit vergeben werden. Eine frühe Vernachlässigung der Alpwirtschaft und die Erhaltung der landwirtschaftlichen Zwergbetriebe bis in die zweite Hälfte des 20. Jh. sind unübersehbare Folgen dieser Entwicklung.&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert setzte, bedingt durch die massive Klimaverschlechterung, eine Dauerauswanderung ein, ganze Familien verliessen der Not gehorchend das Tal, das nicht mehr so viele Menschen ernähren konnte.&lt;br /&gt;
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts liegen die Gründe für den Wegzug nicht mehr in der unmittelbaren Bedrohung der materiellen Existenz. Entscheidendes Motiv werden die bezüglich Arbeitsbedingungen und Entgelt attraktiveren Beschäftigungsmöglichkeiten in der Fremde und seit den 70 er Jahren des 20. Jahrhunderts zusätzlich der allmähliche Zusammenbruch der dörflichen Infrastruktur, die Krise der kränkelnden Dorfgemeinschaft, die nicht mehr Rückhalt und Sicherheit zu bieten vermag, und schliesslich die um sich greifende Resignation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zwischen 1870 und 1880 hatte das Calancatal die Hälfte seiner ursprünglichen Bevölkerungszahl (3‘300) verloren. Diese Entwicklung hat sich bis zur Volkszählung im Jahre 1990 fortgesetzt. Besonders stark waren die Einbussen im Jahrzehnt zwischen 1950 und 1960, seither hat sich der Rückgang kontinuierlich verlangsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heute - Eine Peripherie in allen Sektoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet des massiven Zusammenbruchs der Berglandwirtschaft, der die Existenz der Gemeinden ernsthaft bedroht, entfallen in Buseno, Braggio, Cauco, Selma und Sta. Maria noch mindestens ein Drittel aller Arbeitsplätze auf die Landwirtschaft (in Cauco gut 50%). Für diese kleinen Dorfgemeinschaften bleibt die Landwirtschaft nicht nur wegen der Landschaftspflege sondern auch zur Erhaltung einer erforderlichen Mindestzahl an Einwohnern absolut unentbehrlich. In diesem Zusammenhang darf die Bedeutung von landwirtschaftlichem Nebenerwerb nicht unterschätzt werden.&lt;br /&gt;
Der typische Landwirtschaftsbetrieb von heute ist ein Viehzuchtbetrieb. Das war früher anders: charakteristisch für den südalpinen Siedlungsraum waren auf Selbstversorgung ausgerichtete Betriebe mit Ackerbau und Viehhaltung. Die oft in Steilhängen angelegten ehemaligen Ackerterrassen geben diesem Raum noch heute ein besonderes Gepräge, obwohl die Selbstversorgungswirtschaft zusammengebrochen ist. Im Zuge des allgemeinen Niedergangs der Landwirtschaft sind dennoch die Viehbestände heute kleiner als im 19. Jahrhundert. Die Betriebszahl ist massiv geschrumpft: 305 (1905) 314 (1929) 171 (1969) 94 (1985).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen Schriften wird erwähnt, dass der Ackerbau (speziell der Getreidebau) einst viel verbreiteter gewesen sei. A. Bertossa erwähnt in seiner „Geschichte des Calancatals“ auch, dass im Tal einst 42 Mühlen gezählt wurden (für jeden grösseren Siedlungsplatz eine),von denen aber bereits 1929 nur noch 3 in Betrieb waren. Arealstatistiken aus der Zeit vor 1900 existieren nicht. Wie stark der Ackerbau verbreitet gewesen sein muss, lässt sich auf Grund der unzähligen von Menschenhand angelegten Terrassen erahnen. Besonders beeindruckend sind an Felsen „geklebte“ Kleinterrassen, mit denen besonders günstige mikroklimatische Standorte bis auf über 1‘300m ü. M. genutzt wurden. Das verfügbare Ackerland muss dereinst für die ansässige Bevölkerung sehr knapp gewesen sein.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1905 haben im Calancatal noch über 50% der Betriebe Getreide angepflanzt, allerdings nur sehr kleine Flächen und vermutlich hauptsächlich um einen Fruchtwechsel mit der Kartoffel zu erzielen. Für das Jahr 1917 werden im Calancatal noch rund 6ha Getreideausgewiesen, davon 4/5 Roggen. In Arvigo, Landarenca, Cauco und Sta. Domenica gab es bereits keine Getreidefelder mehr. Kartoffeln haben 1929 noch 3 Gemeinden über&lt;br /&gt;
den Eigenbedarf hinaus angebaut.&lt;br /&gt;
Parallel mit der bereits wiederholt angesprochenen Krise der Landwirtschaft ist auch die landwirtschaftlich genutzte Bodenfläche im Tal ganz erheblich geschrumpft.Der Flächenverlust kann wegen vermessungstechnischen Korrekturen des Gesamtareals nicht exakt beziffert werden.&lt;br /&gt;
Der Rückgang der Betriebszahl auf weniger als ein Drittel in nur 80 Jahren ist im Calancatal keineswegs nur auf eine Konzentration in grössere, unserer Zeit angepasste Betriebseinheiten zurückzuführen. Vielmehr wird, wie bereits erwähnt, ein beachtlicher Teil der früheren agrarischen Kulturfläche nicht mehr genutzt. Dieser Vorgang hat, wie die Bevölkerungszahlen vermuten lassen und Detailuntersuchungen in Cauco klar bestätigt haben, bereits im letzten Jahrhundert eingesetzt. Dies belegen zahlreiche schon um 1920 verödete Alpweiden und verwaldete Maiensässe. Ich habe viele von Menschenhand terrassierte ehemalige Kulturlandflächen gefunden, auf denen über 100-jährige Bäume stocken. Eine grobe auf Stichproben beruhende Schätzung ergibt, dass bis heute im Tal insgesamt mehr als die Hälfte des einstigen Kulturlandes aufgegeben wurde, bereits nach dem 1. Weltkrieg waren es zwischen 10 und 20% der ursprünglichen Fläche. (Vgl. auch Untersuchung der Kulturlandfläche in Cauco.) Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Landwirtschaft des Calancatales, die einst für über 600 Haushalte ganz oder teilweise die wirtschaftliche Grundlage war und die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherstellte, 1990 nur noch gerade für rund 30 Familien das hauptsächliche Einkommen geliefert hat.&lt;br /&gt;
Die statistischen Zahlen belegen ferner einen starken Rückgang der Rinderhaltung bereits in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg (einzige Ausnahme war Cauco). Seither hat sich der Bestand nochmals mehr als halbiert. Die Ziegenhaltung hat bis 1945 keine wesentliche Abnahme erfahren. Dies hängt u. a. mit der zunehmenden Bewirtschaftung der Zwerggüter durch die Frauen zusammen. Mit dem Verschwinden des grössten Teils dieser Zwergbetriebe in den letzten drei Jahrzehnten hat auch die Ziegenhaltung stark abgenommen. Die Schweine- und Geflügelhaltung sind im Tal nahezu bedeutungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bereich konnte die Zahl der Arbeitsplätze im Tal im Verlaufe des 20. Jh. um rund 50% gesteigert werden, dennoch ist ihre Gesamtzahl (zwischen 130 und 160) bescheiden geblieben. Verantwortlich für die Zunahme ist die Ansiedlung von Baugewerbebetrieben in Augio und Castaneda. Dieser Zugewinn wird durch Arbeitsplatzverluste im Bereich der kleinen dörflichen Handwerksbetriebe geschmälert. Von den 17 Handwerksbetrieben im Jahre 1905 sind 2/3 verschwunden, das Auftragsvolumen wurde zu klein. Zumindest im inneren Tal gibt es für die meisten handwerklichen Tätigkeiten kein ortsansässiges Personal mehr. Wichtigster Arbeitgeber waren und sind die Steinbrüche in Arvigo, in denen freilich nur wenig Einheimische arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in der Schweiz und insbesondere in den prosperierenden Bergregionen ausgeprägte Wachstum des Tertiärsektors ist bis heute im Calancatal ausgeblieben. Die Zahl der Beschäftigten konnte sich im Zeitraum zwischen 1905 und 1990 nur halten, weil im in den 80er Jahren neu eröffneten Rehabilitationszentrum in Castaneda eine stattliche Zahl von neuen Arbeitsplätzen geschaffen wurden. Bedingt durch den Bevölkerungsrückgang sind 2/3 der Lebensmittelläden verschwunden und auch die Zahl der Gastwirtschaften hat um 1/5 abgenommen. Die letztere Feststellung spiegelt auch den Umstand wieder, dass es bis 1990 nicht gelungen ist, einen namhaften touristischen Aufschwung herbeizuführen. Die dank zahlreichen kleinen (meist privaten) Einzelprojekten gestiegenen Besucherzahlen vermochten aber immerhin den weiteren Zusammenbruch im Gastgewerbe und im Detailhandel aufzuhalten. Da die schrumpfenden Bevölkerungszahlen allenthalben die dörflichen Infrastrukturen bedrohen (Verlust der Dorfläden, Poststellen, Gemeindeverwaltungen etc.) gehen auch so laufend Beschäftigungsmöglichkeiten verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Tertiärsektors weist nur gerade der Bereich Tourismus eine positive Entwicklungstendenz auf. Für ein Bergtal ist sein Umfang immer noch sehr bescheiden, doch hat er in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Dank den Bemühungen verschiedener Privatleute und Vereine ist es gelungen, das Calancatal als Erholungsort und Wanderparadies bekannter zu machen. Haupthindernis für einen Aufschwung waren zu Beginn der Achtzigerjahre die meist zugewachsenen und kaum noch auffindbaren Fusswege, das dürftige Angebot in den Gaststätten und das Fehlen jeglicher Werbung. Positive Signale gingen ausser von verschiedenen Organisationen auf Gemeindeebene („Pro Selma“ etc.) von der ASAC (einem Verein für Höhenwege im Calancatal) aus. In der von dieser Organisation 1982 erbauten Buffalorahütte werden heute jährlich gegen 1000 Übernachtungen gezählt. Zugegeben, der Höhenwanderweg verläuft weit über dem Tal, die Frequenzen auf diesem Weg dürften aber doch grob die Entwicklung des Wandertourismus im Tal wiederspiegeln. Persönlich setze ich mich seit langem dafür ein, dass dieser prachtvolle Bergweg besser mit den Dörfern im Tal verbunden wird und generell das Wanderwegnetz in den mittleren Höhenlagen verbessert wird. Weniger bergtüchtige Erholungssuchende können auch ein reiches kulturelles Erbe bewundern oder ganz einfach die Stille der Natur geniessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Scheitern des Nationalpark-Projekts «Parc Adula» im Jahre 2016 wurde insbesondere dem Calancatal einerseits eine vielversprechende Entwicklungsperspektive geraubt - der aber nach erfolgreicher Abstimmung 3 Jahre später ins Leben gerufene «Parco Val Calanca» vermag andererseits als vierter «regionaler Naturpark» womöglich auf das Tal spezifisch (noch) angepasstere Lösungen bieten! (https://www.parcovalcalanca.swiss)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
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[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
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* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[External Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2023-06-17T09:18:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[$wg External Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[$wgExternal Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[$wgExternalMedia:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bitte beachten: Die Unterlagen sind teilweise so gestaltet, dass diese im Format A3 gedruckt werden müssen und dann wie Kartenmaterial gefaltet werden sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<updated>2023-06-17T09:10:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-17T08:47:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Ackerterrassen als Teil der historischen Kulturlandschaft auf den Monti über Cauco ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lageplan zu den Ackerterrassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<updated>2023-06-17T08:47:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2023-06-17T08:36:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: neue Versin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
neue Versin&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<updated>2023-06-17T08:35:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Lasciallo Cappella S. Antonio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<updated>2023-06-17T08:27:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Historische Kulturlandschaft auf den Monti von Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Lasciallo Capella S. Antonnio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<updated>2023-06-17T08:25:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Cappella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Vergangenheit trifft Zukunft - Einblicke in die Kulturlandschaft der Monti di Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Lasciallo Capella S. Antonnio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Cappella_S._Antonio&amp;diff=151</id>
		<title>Cappella S. Antonio</title>
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		<updated>2023-06-17T08:24:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: Makn verschob die Seite Capella S. Antonio nach Cappella S. Antonio&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Siedlung [[Lasciallo]] oberhalb [[Cauco]] befindet sich ein barockes Juwel aus der Glanzzeit der Misoxer und Calanciner Baumeister, die Cappella San Antonio da Padova (https://s.geo.admin.ch/924b3ad0d9):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Notizen im Gemeindearchiv von [[Cauco]] erbaut 1605 und mit Glocken von 1620 datiert, ist die Kapelle mit einem qualitativ sehr wertvollen Antragsstuck aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ausgestattet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_innen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon von bescheidenen Dimensionen kann die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Der Zugang zur Kapelle führt in eine offene Vorhalle. Die Seiten des Eingangs zieren zwei Wandbilder von N. Giuliani, das noch ganz erhaltene Bild links die Verkündigung Mariens darstellend. Der flachen Decke entlang findet sich ein gemalter Rahmenfries.&lt;br /&gt;
Das Innere des Schiffs ist mit einer einfachen Holzdecke abgeschlossen und zeigt zierlose Wände. Reich ausgestattet mit Stuck von hervorragender Qualität sind der Chorbogen und das Kreuzgewölbe. Es handelt sich um einen frühbarocken künstlerisch sehr wertvollen Antragsstuck, die Arbeit eines Misoxer Meisters, dessen Namen wir nicht kennen, vermutlich noch aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts. Der herrliche Stuckaltar mit grau gefasstem Architrav und den in Stucco Lustro gefassten schwarzen Säulen beinhaltet als Ausstattung eine qualitätvolle Holzstatue des Heiligen Antonius. Das Antipendium aus Holz ist mit einer wundervollen Male- rei aus der Übergangszeit Spätrenaissance zum Frühbarock verziert.&lt;br /&gt;
Die ursprünglich fünf nie übermalten Deckenbilder in Freskotechnik (zwei nur noch in fragmentarischem Zustand, eines fehlt ganz) stammen von Nicolao Giuliani aus Roveredo (um 1670 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung der Kapelle gehören ferner ein Leinwandbild des 18. Jhs. (Schmerzensmaria) und zwei sehr volkstümliche Leuchterengel (17. Jh.). Noch beim Weggehen beeindruckt die Harmonie dieses kunstgeschichtlichen Kleinods, zur inneren Harmonie gesellt sich die einzigartige Einordnung in die Bergwelt des Calanca-Tales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text: H. Urech, nach Unterlagen von Prof. O. Emmenegger sowie den beiden Restauratoren L. Knöchel und M. Somaini.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Capella_S._Antonio&amp;diff=152</id>
		<title>Capella S. Antonio</title>
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		<updated>2023-06-17T08:24:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: Makn verschob die Seite Capella S. Antonio nach Cappella S. Antonio&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Cappella S. Antonio]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Artoalla&amp;diff=150</id>
		<title>Artoalla</title>
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		<updated>2023-06-17T08:23:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(Detaillierte Informationen folgen später.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=149</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=149"/>
		<updated>2023-06-17T08:22:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]], am Osthang oberhalb von [[Cauco]], und umfassen unter anderem die Weiler [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Capella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den  [[Monti]] über Cauco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Vergangenheit trifft Zukunft - Einblicke in die Kulturlandschaft der Monti di Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Lasciallo Capella S. Antonnio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=148</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2023-06-16T22:54:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]] auf beiden Talseiten des Dorfes [[Cauco]] und umfassen unter anderem die Orte [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Capella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den Monti über Cauco [[Ackerterrassen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]] Vergangenheit trifft Zukunft - Einblicke in die Kulturlandschaft der Monti di Cauco&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Lasciallo Capella S. Antonnio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2023-06-16T22:52:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]] auf beiden Talseiten des Dorfes [[Cauco]] und umfassen unter anderem die Orte [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Capella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den Monti über Cauco [[Ackerterrassen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Monti]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Lasciallo Capella S. Antonnio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
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		<title>Monti</title>
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		<updated>2023-06-16T22:51:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: Makn verschob die Seite Historische Kulturlandschaft auf den Monti über Cauco nach Monti&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Ackerterrassen als Teil der historischen Kulturlandschaft auf den Monti über Cauco ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der durch eine Klimaverschlechterung ausgelöste und durch weitere Faktoren geförderte Bevölkerungsrückgang im Calancatal ab dem frühen 18. Jahrhundert führte zunächst zu einem schrittweisen Rückzug der Agrarwirtschaft aus den Randgebieten des Wirtschaftsraumes (Hochlagen, schwer zugängliche Steilhänge).&lt;br /&gt;
Das 19. Jh. brachte eine Extensivierung der Landnutzung , einerseits durch die Aufgabe des Getreidebaus und andererseits durch die ausschliessliche Nutzung früherer Mähwiesen als Weide. Bis 1930 sind auch schon unterhalb von 1500 Höhenmetern gelegene Kulturlandflächen an den vorrückenden Wald verloren gegangen, betroffen sind insbesondere terrassierte frühere Ackerflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und demographische Entwicklung seit dem 18. Jh. hatte auch Auswirkungen auf die Siedlungslandschaft. Immer mehr Gebäude auf den Maiensässen blieben ungenutzt und sind anschliessend wegen fehlendem Unterhalt der Dächer zerfallen. Den am alten Kirchweg von Sta. Domenica nach Sta. Maria gelegenen Weiler Lasciallo, der im 19. Jh. von zahlreichen Familien verlassen wurde hat es besonders hart getroffen. Von den einst 12 Wohnhäusern stehen noch deren 2, von den 14 Ställen noch ein einziger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lageplan zu den Ackerterrassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerterrassen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergangenheit trifft Zukunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Berglandwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg ging auf den Monti von Cauco eine beschleunigt fortschreitende Verbuschung und Vergandung früherer Äcker, Wiesen, Weiden und Fusswege einher. Seit 45 Jahren bemüht sich hier die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) mit bescheidensten Mitteln einen Beitrag zur Bewahrung wichtiger Strukturelemente der historischen Kulturlandschaft, Zeugnisse früherer Wirtschaftsformen und Lebensweise, zu leisten. Dieses Ziel soll verknüpft werden mit zukunftsgerichteten Aktivitäten für einen sanften Tourismus und eine zeitgemässe Umweltbildung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erster Schritt war die Instandstellung oder eher Wiederherstellung kaum oder gar nicht mehr begehbarer Fusswege zwischen dem Dorf und den Alpen. Schritt für Schritt wurden sie freigeholzt, von Gestrüpp und Felsbrocken befreit, wurden abgerutschte Teilstücke und zerstörte Treppen ersetzt und schliesslich gebrochene Wegmauern ausgebessert oder wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sentiero nach La Motta/Aion, heute im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz als Objekt von regionaler Bedeutung aufgeführt, war 1970 in einem erbärmlichen Zustand und wurde im Rahmen der Güterzusammenlegung und des damit verbundenen Baus der Forststrasse im unteren Teil formell aufgehoben. Der Sentiero war als 1 bis 1 ½ Meter breiter Fussweg angelegt, je nach Steigung mit mehr oder weniger häufigen Stufen, Fahrzeuge gab es in der traditionellen Landwirtschaft ja keine. Wo er schräg zum Hang verläuft brauchte es talseitig mehrheitlich kleinere oder höhere Stützmauern. Manche Wegabschnitte, vor allem die steilen oder solche die Garten- oder Ackerland querten, waren beidseits von Trockenmauern gesäumt, diese sind leider mehrheitlich beschädigt oder auseinander gebrochen. An zwei Abschnitten lässt sich nachweisen, dass im Innern der Mauern hölzerne Wasserleitungen verliefen. Kurze vernässte Wegabschnitte sind mit Steinen „gepflästert“. Es ist das Verdienst der AVC dass er in Absprache mit den Grundeigentümern wieder durchgängig geöffnet werden konnte. Eine frühere Abzweigung auf der Höhe von 1035 Metern ü.M. direkt hinauf in den zentralen Teil von Lasciallo, ist nicht mehr begehbar.&lt;br /&gt;
Im Mai 1981 haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Sursee im Auftrag der Gemeinde einen Fussweg ab der Fahrstrasse bei Mont Dalta nach Artoalla und La Motta erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist weiter die Erhaltung von historischen Gebäuden. Von überragender Bedeutung ist die prachtvolle barocke Kapelle im Weiler Lasciallo, die im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. erbaut und 1993 bis 1995 umfassend restauriert wurde. Der Anstoss zur erfolgreichen Restauration des vom Bistum und den kantonalen Instanzen bereits abgeschriebenen Bauwerkes ist 1991von mir ausgegangen. Obschon von bescheidenen Dimensionen darf die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden. Die Kapelle ist ein unumstösslicher Beweis für die einstige Bedeutung dieses Siedlungsplatzes und der zugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere des früher so wichtigen Ackerlandes. Die AVC hat den um die Kapelle emporgeschossenen Jungwald abgeholzt und erledigt seit der Restaurierung alle anfallenden Umgebungs- und Pflegearbeiten. (Weitere Informationen im Kunstführer &amp;lt;Cappella San Antonio di Padova Lasciallo&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Kulturlandschaft gehören aber insbesondere die traditionellen landwirtschaftlichen Bauten. Die frühere Landwirtschaft mit den jahreszeitlichen Wanderungen von Mensch und Vieh gibt es nicht mehr, die Gebäude auf den Maiensässen haben daher ihre Funktion eingebüsst. Wenn keine Umnutzung möglich ist, zerfallen sie früher oder später, in welchem Umfang dies bereits geschehen ist haben wir bereits festgehalten. Wir müssen Eigentümer, welche bereit sind noch intakte traditionelle Gebäude in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten, unterstützen. Bis anhin haben wir uns diesbezüglich in Artoalla engagiert, wo wir Küche, Stanzin und zwei Ställe früher als Basislager für unsere Arbeitseinsätze benutzt haben. Hier helfen wir mit, die Verbuschung der Weideflächen zu verhindern, die Offenhaltung einzelner Wiesen und Weiden auch im Bereich der höher gelegenen Maiensässe ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und zu einem vielseitigen, für Touristen attraktiven Landschaftsbild. Sehenswert sind auch eine alte Wasserfassung am Hang für einen Weidebrunnen sowie der Wasserkanal gegen Sisielma und die kleine Gartenterrassen am Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Instandgesetzte Ackerterrassen als wichtige Zeugnisse zur Agrargeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreidebau ist im inneren Calancatal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der ehemaligen Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders günstige Verhältnisse vor. Dennoch befindet sich der Getreideanbau hier sowohl klimatisch wie topographisch in einer ausgesprochenen Grenzlage. In den Jahren 2006 bis 2010 wurden dort auf zwei Projektflächen die alten Terrassen gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauen wieder hergestellt.                                                                                                                               A  „Ciüs di Lascial“  (1050 m2, 71 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                         „Ciüs“ erreicht man ab der Informationstafel in Lasciallo über einen durch Ruinenreste aufwärts führenden Fussweg in weniger als fünf Minuten. Es handelt sich um eine ursprünglich vollständig durch Mauern abgeschlossene Anlage, wo durch den aufwendigen Mauerbau ein günstiges Mikroklima für den Getreideanbau geschaffen wurde. Die Anlage lehnt sich seitlich an eine Seitenmoräne. Die vielen Richtungswechsel der Mauern sind bedingt durch die Geländeformen und grosse Felsbrocken. Im Durchschnitt wurden für einen Quadratmeter Anbaufläche mehr als 800 Kilogramm Steine in Mauern verbaut und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft!&lt;br /&gt;
Über den „Steinigen Weg“ (siehe Prospekt), der einen Einblick in den Landschaftswandel vermittelt, gelangt man in rund 10 Minuten zur zweiten Projektfläche, mehr Felsengarten als Terrassenanlage.&lt;br /&gt;
B  „Al Sborf“   (715 m2, 76 Meter Mauern wieder aufgebaut/ instandgestellt).                                           Im Areal „Al Sborf“ stehen Natur und Menschenwerk gleichwertig nebeneinander, die teilweise megalithisch anmutenden Mauern lehnen sich an mächtige Felsen, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Kaum irgendwo wird eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war. Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen, entsprechend eindrücklich ist das Bild dieser „Äckerlein“, die bis zur Mitte des 19. Jh. einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familien leisteten.&lt;br /&gt;
Die notwendigsten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern wurden im Jahre 2011 abgeschlossen, doch gibt es laufend weitere Arbeiten zu erledigen. Im Unterschied zur Restaurierung der Terrassen von La Scata in der Gemeinde Rossa haben wir die alten Mauern so wieder hergestellt wie sie hier einstmals ausgesehen haben und dabei auf Maschinen und moderne Werkzeuge verzichtet. So wird dem Betrachter ein unverfälschter Einblick in die vergangenen Zeiten ermöglicht, Zeiten in denen der Arbeitsaufwand möglichst klein gehalten werden musste, da wegen der saisonalen Auswanderung vieler Männer die Arbeitskräfte knapp waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Daten zu den Ackerterrassen am Hang über Cauco (südlich Ria de La Motta) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Basis: Detaillierte Aufnahmen im Gelände.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hangneigung  im Mittel 30° (27°-33°)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terrassenmauern  7930 Meter              davon im Areal unter der Felswand über Lasciallo    1950 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netto-Anbaufläche:  325 – 335 Aren       (von Koordinatenpunkt 132.610 bis 132.925)          80 Aren&lt;br /&gt;
Breite der Mauern:   55 – 60 cm&lt;br /&gt;
Mittlere Terrassenbreite bei Hangneigung von 30°                                             4.60 Meter (inkl. Mauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neigung der Anbaufläche  7° - 12°&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumaterial für die Terrassenmauern      je nach Gelände 300 bis 600kg Steine für 1 m2 Anbaufläche, im Extremfall für kleine Terrassen bis 1Tonne pro m2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:plan.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ciüs di Lascial“     Plan der Terrassenmauern (oben)  und Hangprofil (unten)  (1 : 500)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:profil.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artoalla und La Motta: Zwei Maiensässe – zwei unterschiedliche Schicksale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 200 Höhenmeter über dem Dorf gelegene Artoalla war das grösste Maiensäss von Cauco. Sieben Gebäude sind übrig geblieben von einer temporären Wohnsiedlung mit 25 Familien, die 54 Gebäude umfasste. Auf diesem Maiensäss lebten, wie die Anzahl Kochstellen in den Gebäuden und Ruinen belegt, im Sommer und Herbst rund ein Drittel der Familien der ehemaligen Gemeinde Cauco. Sein Niedergang begann in der Zeit nach 1740 und setzte sich im 19. Jahrhundert fort. In den frühen Jahrzehnten des 19. Jh. werden erste Dächer und Gebäude eingestürzt sein, da inzwischen mindestens ein Drittel Familien weniger in Artoalla lebten als 100 Jahre zuvor. Um 1900 befindet sich fast die Hälfte der Cascinas in verschiedenen Stadien des Zerfalls, nur noch 8 Familien sind mit ihren Tieren in Artoalla, 1930 sind es noch 6 und 1950 deren 4. Kurze Zeit danach gehört der jahreszeitliche Nomadismus der Bauern der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
Der Niedergang im 19. Jahrhundert wurde durch einschneidende Umstellungen innerhalb der Berglandwirtschaft beschleunigt. Die Zunahme der Rinderhaltung bei gleichzeitiger Aufgabe des Getreideanbaus begünstigte das 100 Meter höher gelegene La Motta mit sicherer Wasserversorgung und besserem Zugang zu geeigneten Weiden für Rindvieh. Aus diesen Gründen haben manche Bauern ab der zweiten Hälfe des 19. Jh. in La Motta investiert, 12 von 16 Gebäuden stammen dort aus dieser Zeit. Stall, Küche und Schlafraum sind nun häufig getrennt, die Wohnverhältnisse weniger primitiv als zuvor. La Motta steht für die Zeit, in der auch die Calanker Berglandwirtschaft sich fast ausschliesslich auf die Viehhaltung zu stützen begann.                                                                          Im Raum Artoalla ist das Gelände steiler, felsiger und von tiefen Spalten durchzogen. Hier waren einst gut 25% des Kulturlandes für den Anbau von Getreide terrassiert, ein Handicap für den Weidebetrieb. Die Parzellierung des Grundbesitzes zufolge der Landknappheit hatte extreme Ausmasse  angenommen. Die durchschnittliche Parzellengrösse lag 1970 bei 2 ½ Aren, im wertvollsten  terrassierten Gelände gab es  Parzellen mit weniger als 50 m2 Fläche! Hier ist auch nach der Zusammenlegung der Parzellen kein Weidebetrieb möglich ohne dass sich Steine aus den vielen Trockenmauern lösen und wegrutschen oder –rollen, so dass nachher die kleine Wiese nicht einmal mehr mit der Sense ordentlich gemäht werden kann. Wer hier in Artoalla als Kind seinen Eltern bei der Feldarbeit geholfen hat wird ein Leben lang zu jeder Handvoll Heu Sorge tragen und seine Kinder  fragen sich, wieso man diesen Hang jemals genutzt hat. Wir Menschen von heute dürfen den frühern Generationen danken für die uns hinterlassene vielfältige Kulturlandschaft, die wir bestaunen und erleben können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Historische_Kulturlandschaft_auf_den_Monti_%C3%BCber_Cauco&amp;diff=146</id>
		<title>Historische Kulturlandschaft auf den Monti über Cauco</title>
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		<updated>2023-06-16T22:51:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: Makn verschob die Seite Historische Kulturlandschaft auf den Monti über Cauco nach Monti&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Monti]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=144</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2023-06-16T22:48:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Makn: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]] auf beiden Talseiten des Dorfes [[Cauco]] und umfassen unter anderem die Orte [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Capella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegende historische Kulturlandschaft auf den Monti über Cauco [[Ackerterrassen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltsübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Val Calanca]]&lt;br /&gt;
* [[Cauco]]&lt;br /&gt;
* [[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
* [[Historische_Kulturlandschaft_auf_den_Monti_über_Cauco]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diverse Dokumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursione Monti di Cauco it.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Escursioni Val Calanca.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Lasciallo Capella S. Antonnio.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Exkursion Monti di Cauco dt.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Ackerterrassen Lasciallo.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Info Vergandung Monti di Cauco.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterrichtseinheit für Studienwochen.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wanderprospekt Calancatal.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Makn</name></author>
		
	</entry>
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