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	<title>Monti di Cauco - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-17T07:36:48Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Val_Calanca&amp;diff=77</id>
		<title>Val Calanca</title>
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		<updated>2021-11-13T16:18:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Abschnitt behandelt einige grundlegende Aspekte des Calancatals aus geographischer und historischer Perspektive. Diese Angaben stammen, stark gekürzt, aus der Monographie «Val Calanca - Wesen und Wandel eines alpinen Lebensraumes. Unterrichtseinheit für das Fach Geographie auf der Sekundarstufe II»; Dr. Hans Urech &amp;amp; lic phil hist Markus Kneubühler, Eigenverlag, Nebikon/Willisau 2001. Erhältlich in der Nationalbibliothek Bern sowie digital unter http://www.calanca.org als PDF zum Download.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturraum und Raumnutzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionelle Bergbauernwirtschaft der Südalpentäler hat die Naturgrundlagen mit enormem Arbeitsaufwand erheblich umgestaltet, ohne diese zu zerstören. Auf solche Ziele müssen wir wieder hinarbeiten: weniger nur punktuellen Schutz der Natur in Reservaten sondern vielmehr insgesamt eine Raumnutzung, die auf Erhaltung der ökologischen Stabilität ausgerichtet ist. Bedingt durch die bescheidenen technischen Möglichkeiten und den geringen Einsatz von Energie bleibt der Lebensraum Calancatal im Rahmen der traditionellen Berglandwirtschaft stark naturgeprägt und für lange Zeit weitgehend isoliert. Das Resultat war ein überwiegend autarker bäuerlicher Wirtschaftsraum alpiner Prägung, in dem bis heute die Dominanz der Naturkräfte sichtbar bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Calancatal zieht sich als 26 km lange, tiefe und enge Furche zwischen hohen steilen Bergen fast genau von Nord nach Sud dahin. Ein eigentlicher Talboden existiert nur auf kurzen Abschnitten (insgesamt weniger als 5 km), und er bleibt auch dort eng und durch den Fluss gefährdet. Aus vielen Jahrhunderten sind Überschwemmungen überliefert, und erst die umfangreichen Verbauungen der Calancasca nach der Katastrophe von 1951 boten seither ausreichenden Schutz.&lt;br /&gt;
Die stete Gefährdung des Talbodens hatte Einfluss auf die Wahl der Siedlungsstandorte. Die Dörfer finden wir auf den Schuttkegeln der Seitenbäche (Arvigo, Selma, Bodio, Rossa) oder auf Hangterrassen (Braggio, Landarenca, Masciadone, Sta. Domenica etc). Für den Abschnitt Cauco - Selma gibt es Hinweise, dass die Terrassen früher besiedelt wurden als die Talsohle.&lt;br /&gt;
Logischerweise sind auch die landwirtschaftlichen Nutzflächen im Bereich des Talbodens nicht ausgedehnt. Weniger als 10% der Nutzflächen entfielen 1929, in einer Zeit als die Landwirtschaft im Tal noch intakt war, auf die Talsohle. Diese Felder sind aber, zusammen mit wenigen flachen Terrassen, die einzigen, die z. Beispiel mit einem Ladewagen befahrbar sind.&lt;br /&gt;
Die Talflanken sind im Mittel sehr steil und immer wieder von Felsbändern durchsetzt. Siedlungen und Agrarland konzentrieren sich daher auf die vorerwähnten Terrassen. Bedingt durch den starken Bevölkerungsdruck im Hochmittelalter wurden allerdings in Siedlungsnähe auch sehr steile Lagen in die Nutzung einbezogen wo Geländeform (Lawinenzüge) und Hangstabilität nicht einen Schutzwald unentbehrlich machten. Auch für die aktuelle wirtschaftliche Situation sind die steilen Talflanken mitverantwortlich. Wo der Bau von Erschliessungsstrassen nicht möglich bzw. zu teuer ist, wird die landwirtschaftliche Nutzung in den meisten Fällen aufgegeben. Die Felsbänder wiederum verhindern den Bau von Skipisten und liessen so keinen bedeutenden Wintersportbetrieb zu. Da dadurch der Anreiz für eine touristische Erschliessung durch Seilbahnen etc. fehlt, blieb das Tal vom Massentourismus unberührt.&lt;br /&gt;
Die klimatischen Randbedingungen variieren innerhalb eines Bergtals sehr stark, dies gilt vorallem für Temperatur und Besonnung. Niederschläge fallen im allgemeinen in ausreichenden Mengen, doch führen Trockenperioden, auch wenn sie in den Bergen weniger ausgeprägt sind als im Südtessin, gelegentlich zu Ernteeinbussen. Die Dauer der Vegetationszeit hängt von der Höhenlage ab (100m Höhendifferenz bedeuten eine Verkürzung der Vegetationszeit um durchschnittlich 12 Tage), wird aber auch durch die winterlichen Schneemengen und die Exposition beeinflusst. Der letztere Faktor zeichnet generell verantwortlich für eine mikroklimatische Vielfalt, die zweckmässig genutzt werden kann.&lt;br /&gt;
Das Calancatal liegt an keiner zentralen Verkehrsachse. Nach Süden zu behindert eine tiefe Schlucht den Zugang zur San Bernardino-Route, im Norden führt der Zugang über lange Passwege, die nie zu Strassen ausgebaut wurden und die im Winter zugeschneit sind. Diese periphere Lage hat die in der romanischen Berglandwirtschaft vorhandene Tendenz zur Selbstversorgung verstärkt. Die angestrebte Autarkie erlaubte den Bauern keine der Natur angepasste Spezialisierung. So stand, trotz diesbezüglich ungünstigen Bedingungen, der Ackerbau gleichwertig neben der Viehhaltung. Unter riesigem Arbeitsaufwand wurden Ackerflächen hergerichtet, bebaut, gepflegt und abgeerntet. Auch der Obstbau hatte einen ganz anderen Stellenwert als heute. Dennoch wäre eine ausreichende Ernährung der Bevölkerung wohl nicht zu erreichen gewesen ohne die Esskastanie, die bis Buseno kultiviert wurde mit Ernterechten auch für viele Familien im inneren Tal. Ungeachtet aller Anstrengungen war die Autarkie, zumindest seit dem Mittelalter, nie eine vollständige. Man tauschte Waren auf den Märkten von San Bernardino, Mesocco und Bellinzona und seit dem 16. Jahrhundert trug eine verbreitete temporäre Berufsauswanderung zur Sicherung der materiellen Existenz der Familien bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besiedlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde frühneolithischer Bauern (ca. 4‘500 BP) auf der Terrasse von Castaneda&lt;br /&gt;
- Der Name „Calanca“ (abschüssiger Ort) verweist auf ligurische Einwanderer (8. Jh. v.&lt;br /&gt;
Chr.)&lt;br /&gt;
- Eisenzeitliche Gräber in Augio und keltische Namen (u. a. Arvigo) zeigen, dass auch&lt;br /&gt;
das innere Tal schon früh von ersten Siedlern aufgesucht wurde&lt;br /&gt;
- Ab 1. Jahrhundert n. Chr. bringen die Römer die lateinische Sprache, später folgen&lt;br /&gt;
germanische Völker (Langobarden etc.)&lt;br /&gt;
- Eine dichtere Besiedlung des inneren Tales setzte aber wohl erst im Mittelalter ein und&lt;br /&gt;
zwar, bedingt durch die Schlucht am Taleingang, vorwiegend über Terrassen (Giova, Sta.Maria) und vorallem von San Bernardino her. Auslöser war die durch ein starkes Bevölkerungswachstum zur Zeit des Klimaoptimums verursachte Raumknappheit, die nach einer Ausweitung des Siedlungsraums rief (Binnenkolonisation). Im Hochmittelalter (ab Ende 13.Jh.) kommt es unter den Herren von Sax auch zur Ansiedlung von Walsern, ein Vorgang der ebenfalls durch Ortsnamen etc. belegt ist (Bodio, Landarenca). Die insgesamt starke Zuwanderung von Norden her ins Tal wird durch sprachgeschichtliche Untersuchungen belegt (mündliche Mitteilung des Dialektforschers Giacomo Urech).&lt;br /&gt;
So treffen und überschneiden sich Einflüsse von Süden (Misox, Tessin) und Norden (Zentralalpen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vertikale Erstreckung der Bauernbetriebe über alle Höhenstufen hat Konsequenzen für die Siedlungsstruktur. Jeder einzelne Betrieb benötigt neben dem Hauptwohnplatz im Dorf zahlreiche, nur saisonal genutzte Gebäude auf den entfernten Betriebsflächen. Wegen den weitgehend fehlenden Fahrwegen war die Anzahl Gebäude pro Betrieb im Calancatal besonders gross.&lt;br /&gt;
Für [[Cauco]] können auf Grund sorgfältiger eigener Detailuntersuchungen genauere Angaben zur Gebäudezahl pro Bauernbetrieb bzw. pro Einwohner gemacht werden.&lt;br /&gt;
Einem Maximalstand von ca. 400 Einwohnern entsprachen 76 Wohnhäuser in den Dauersiedlungen Bodio, Cauco, Lasciallo, Masciadone und Rode sowie knapp über 80 bäuerliche Betriebe. Zusammen mit den 369 erfassten kleineren und grösseren „Wirtschaftsgebäuden“ ergibt sich folgendes Bild: Auf 1 Bauernbetrieb entfielen im Mittel zusätzlich zum Wohnhaus rund 4,5 Wirtschaftsgebäude (inkl. Käsekeller, Speicher etc.) und damit je Einwohner etwas mehr als ein Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abwanderung - Die grosse Wende ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das augenfälligste äussere Merkmal der Kulturlandschaft des Calancatals sind die unübersehbaren Spuren der Entvölkerung: Ruinen, vergandende Wiesen und Weiden, kaum noch auffindbare Fusswege, Buschwald aus Lichtholzarten usw.&lt;br /&gt;
Spätestens seit Beginn der Neuzeit war der inneralpine Raum bereits bis an die Grenze seiner Tragfähigkeit besiedelt. Wenn nicht Seuchen oder Katastrophen die Bevölkerung dezimierten, führte das natürliche Bevölkerungswachstum bald einmal zur Verknappung des kargen Lebensraums.&lt;br /&gt;
Der wachsende Bevölkerungsdruck zwang zur:&lt;br /&gt;
- Abwanderung eines Teils des Geburtenüberschusses&lt;br /&gt;
- saisonalen oder temporären Auswanderung von Berufsleuten (Söldner, Maurer,&lt;br /&gt;
Harzer, Glaser, Maler etc.).&lt;br /&gt;
Die starke Bindung an die Heimat und insbesondere an die Dorfgemeinschaft begünstigte eine temporäre Auswanderung. Junge Männer zogen für kürzere oder längere Zeit in die Fremde, um dort ihren Lebensunterhalt und womöglich noch einen Zustupf für die Familie zu Hause zu verdienen. Diese Art der Berufsauswanderung hat im Calancatal (wie in anderen Südalpentälern) während gegen 500 Jahren eine zentrale Rolle gespielt.&lt;br /&gt;
Die Geschichte dieser Auswanderung soll hier nicht nacherzählt werden, nur auf zwei Auswirkungen sei kurz hingewiesen. Durch die ins Tal fliessenden finanziellen Mittel konnte lange Zeit eine relativ hohe Bevölkerungszahl gehalten werden und eine bedeutende Zahl kunstgeschichtlich wertvoller Bauten verdankt ihre Existenz dem Geld aus der Fremde. Andererseits entfremdeten sich die Männer zusehends der materiellen Existenzgrundlage im Tal, der Berglandwirtschaft. Die Hauptlast der bäuerlichen Arbeiten ruhte auf den Schultern der Frauen, und körperlich schwere „Männerarbeit“ wie Säuberung der Alpen, Instandstellung der Wege dorthin usw. blieben unverrichtet oder mussten in Lohnarbeit vergeben werden. Eine frühe Vernachlässigung der Alpwirtschaft und die Erhaltung der landwirtschaftlichen Zwergbetriebe bis in die zweite Hälfte des 20. Jh. sind unübersehbare Folgen dieser Entwicklung.&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert setzte, bedingt durch die massive Klimaverschlechterung, eine Dauerauswanderung ein, ganze Familien verliessen der Not gehorchend das Tal, das nicht mehr so viele Menschen ernähren konnte.&lt;br /&gt;
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts liegen die Gründe für den Wegzug nicht mehr in der unmittelbaren Bedrohung der materiellen Existenz. Entscheidendes Motiv werden die bezüglich Arbeitsbedingungen und Entgelt attraktiveren Beschäftigungsmöglichkeiten in der Fremde und seit den 70 er Jahren des 20. Jahrhunderts zusätzlich der allmähliche Zusammenbruch der dörflichen Infrastruktur, die Krise der kränkelnden Dorfgemeinschaft, die nicht mehr Rückhalt und Sicherheit zu bieten vermag, und schliesslich die um sich greifende Resignation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zwischen 1870 und 1880 hatte das Calancatal die Hälfte seiner ursprünglichen Bevölkerungszahl (3‘300) verloren. Diese Entwicklung hat sich bis zur Volkszählung im Jahre 1990 fortgesetzt. Besonders stark waren die Einbussen im Jahrzehnt zwischen 1950 und 1960, seither hat sich der Rückgang kontinuierlich verlangsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heute - Eine Peripherie in allen Sektoren ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet des massiven Zusammenbruchs der Berglandwirtschaft, der die Existenz der Gemeinden ernsthaft bedroht, entfallen in Buseno, Braggio, Cauco, Selma und Sta. Maria noch mindestens ein Drittel aller Arbeitsplätze auf die Landwirtschaft (in Cauco gut 50%). Für diese kleinen Dorfgemeinschaften bleibt die Landwirtschaft nicht nur wegen der Landschaftspflege sondern auch zur Erhaltung einer erforderlichen Mindestzahl an Einwohnern absolut unentbehrlich. In diesem Zusammenhang darf die Bedeutung von landwirtschaftlichem Nebenerwerb nicht unterschätzt werden.&lt;br /&gt;
Der typische Landwirtschaftsbetrieb von heute ist ein Viehzuchtbetrieb. Das war früher anders: charakteristisch für den südalpinen Siedlungsraum waren auf Selbstversorgung ausgerichtete Betriebe mit Ackerbau und Viehhaltung. Die oft in Steilhängen angelegten ehemaligen Ackerterrassen geben diesem Raum noch heute ein besonderes Gepräge, obwohl die Selbstversorgungswirtschaft zusammengebrochen ist. Im Zuge des allgemeinen Niedergangs der Landwirtschaft sind dennoch die Viehbestände heute kleiner als im 19. Jahrhundert. Die Betriebszahl ist massiv geschrumpft: 305 (1905) 314 (1929) 171 (1969) 94 (1985).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen Schriften wird erwähnt, dass der Ackerbau (speziell der Getreidebau) einst viel verbreiteter gewesen sei. A. Bertossa erwähnt in seiner „Geschichte des Calancatals“ auch, dass im Tal einst 42 Mühlen gezählt wurden (für jeden grösseren Siedlungsplatz eine),von denen aber bereits 1929 nur noch 3 in Betrieb waren. Arealstatistiken aus der Zeit vor 1900 existieren nicht. Wie stark der Ackerbau verbreitet gewesen sein muss, lässt sich auf Grund der unzähligen von Menschenhand angelegten Terrassen erahnen. Besonders beeindruckend sind an Felsen „geklebte“ Kleinterrassen, mit denen besonders günstige mikroklimatische Standorte bis auf über 1‘300m ü. M. genutzt wurden. Das verfügbare Ackerland muss dereinst für die ansässige Bevölkerung sehr knapp gewesen sein.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1905 haben im Calancatal noch über 50% der Betriebe Getreide angepflanzt, allerdings nur sehr kleine Flächen und vermutlich hauptsächlich um einen Fruchtwechsel mit der Kartoffel zu erzielen. Für das Jahr 1917 werden im Calancatal noch rund 6ha Getreideausgewiesen, davon 4/5 Roggen. In Arvigo, Landarenca, Cauco und Sta. Domenica gab es bereits keine Getreidefelder mehr. Kartoffeln haben 1929 noch 3 Gemeinden über&lt;br /&gt;
den Eigenbedarf hinaus angebaut.&lt;br /&gt;
Parallel mit der bereits wiederholt angesprochenen Krise der Landwirtschaft ist auch die landwirtschaftlich genutzte Bodenfläche im Tal ganz erheblich geschrumpft.Der Flächenverlust kann wegen vermessungstechnischen Korrekturen des Gesamtareals nicht exakt beziffert werden.&lt;br /&gt;
Der Rückgang der Betriebszahl auf weniger als ein Drittel in nur 80 Jahren ist im Calancatal keineswegs nur auf eine Konzentration in grössere, unserer Zeit angepasste Betriebseinheiten zurückzuführen. Vielmehr wird, wie bereits erwähnt, ein beachtlicher Teil der früheren agrarischen Kulturfläche nicht mehr genutzt. Dieser Vorgang hat, wie die Bevölkerungszahlen vermuten lassen und Detailuntersuchungen in Cauco klar bestätigt haben, bereits im letzten Jahrhundert eingesetzt. Dies belegen zahlreiche schon um 1920 verödete Alpweiden und verwaldete Maiensässe. Ich habe viele von Menschenhand terrassierte ehemalige Kulturlandflächen gefunden, auf denen über 100-jährige Bäume stocken. Eine grobe auf Stichproben beruhende Schätzung ergibt, dass bis heute im Tal insgesamt mehr als die Hälfte des einstigen Kulturlandes aufgegeben wurde, bereits nach dem 1. Weltkrieg waren es zwischen 10 und 20% der ursprünglichen Fläche. (Vgl. auch Untersuchung der Kulturlandfläche in Cauco.) Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Landwirtschaft des Calancatales, die einst für über 600 Haushalte ganz oder teilweise die wirtschaftliche Grundlage war und die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherstellte, 1990 nur noch gerade für rund 30 Familien das hauptsächliche Einkommen geliefert hat.&lt;br /&gt;
Die statistischen Zahlen belegen ferner einen starken Rückgang der Rinderhaltung bereits in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg (einzige Ausnahme war Cauco). Seither hat sich der Bestand nochmals mehr als halbiert. Die Ziegenhaltung hat bis 1945 keine wesentliche Abnahme erfahren. Dies hängt u. a. mit der zunehmenden Bewirtschaftung der Zwerggüter durch die Frauen zusammen. Mit dem Verschwinden des grössten Teils dieser Zwergbetriebe in den letzten drei Jahrzehnten hat auch die Ziegenhaltung stark abgenommen. Die Schweine- und Geflügelhaltung sind im Tal nahezu bedeutungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bereich konnte die Zahl der Arbeitsplätze im Tal im Verlaufe des 20. Jh. um rund 50% gesteigert werden, dennoch ist ihre Gesamtzahl (zwischen 130 und 160) bescheiden geblieben. Verantwortlich für die Zunahme ist die Ansiedlung von Baugewerbebetrieben in Augio und Castaneda. Dieser Zugewinn wird durch Arbeitsplatzverluste im Bereich der kleinen dörflichen Handwerksbetriebe geschmälert. Von den 17 Handwerksbetrieben im Jahre 1905 sind 2/3 verschwunden, das Auftragsvolumen wurde zu klein. Zumindest im inneren Tal gibt es für die meisten handwerklichen Tätigkeiten kein ortsansässiges Personal mehr. Wichtigster Arbeitgeber waren und sind die Steinbrüche in Arvigo, in denen freilich nur wenig Einheimische arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in der Schweiz und insbesondere in den prosperierenden Bergregionen ausgeprägte Wachstum des Tertiärsektors ist bis heute im Calancatal ausgeblieben. Die Zahl der Beschäftigten konnte sich im Zeitraum zwischen 1905 und 1990 nur halten, weil im in den 80er Jahren neu eröffneten Rehabilitationszentrum in Castaneda eine stattliche Zahl von neuen Arbeitsplätzen geschaffen wurden. Bedingt durch den Bevölkerungsrückgang sind 2/3 der Lebensmittelläden verschwunden und auch die Zahl der Gastwirtschaften hat um 1/5 abgenommen. Die letztere Feststellung spiegelt auch den Umstand wieder, dass es bis 1990 nicht gelungen ist, einen namhaften touristischen Aufschwung herbeizuführen. Die dank zahlreichen kleinen (meist privaten) Einzelprojekten gestiegenen Besucherzahlen vermochten aber immerhin den weiteren Zusammenbruch im Gastgewerbe und im Detailhandel aufzuhalten. Da die schrumpfenden Bevölkerungszahlen allenthalben die dörflichen Infrastrukturen bedrohen (Verlust der Dorfläden, Poststellen, Gemeindeverwaltungen etc.) gehen auch so laufend Beschäftigungsmöglichkeiten verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Tertiärsektors weist nur gerade der Bereich Tourismus eine positive Entwicklungstendenz auf. Für ein Bergtal ist sein Umfang immer noch sehr bescheiden, doch hat er in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Dank den Bemühungen verschiedener Privatleute und Vereine ist es gelungen, das Calancatal als Erholungsort und Wanderparadies bekannter zu machen. Haupthindernis für einen Aufschwung waren zu Beginn der Achtzigerjahre die meist zugewachsenen und kaum noch auffindbaren Fusswege, das dürftige Angebot in den Gaststätten und das Fehlen jeglicher Werbung. Positive Signale gingen ausser von verschiedenen Organisationen auf Gemeindeebene („Pro Selma“ etc.) von der ASAC (einem Verein für Höhenwege im Calancatal) aus. In der von dieser Organisation 1982 erbauten Buffalorahütte werden heute jährlich gegen 1000 Übernachtungen gezählt. Zugegeben, der Höhenwanderweg verläuft weit über dem Tal, die Frequenzen auf diesem Weg dürften aber doch grob die Entwicklung des Wandertourismus im Tal wiederspiegeln. Persönlich setze ich mich seit langem dafür ein, dass dieser prachtvolle Bergweg besser mit den Dörfern im Tal verbunden wird und generell das Wanderwegnetz in den mittleren Höhenlagen verbessert wird. Weniger bergtüchtige Erholungssuchende können auch ein reiches kulturelles Erbe bewundern oder ganz einfach die Stille der Natur geniessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Scheitern des Nationalpark-Projekts «Parc Adula» im Jahre 2016 wurde insbesondere dem Calancatal einerseits eine vielversprechende Entwicklungsperspektive geraubt - der aber nach erfolgreicher Abstimmung 3 Jahre später ins Leben gerufene «Parco Val Calanca» vermag andererseits als vierter «regionaler Naturpark» womöglich auf das Tal spezifisch (noch) angepasstere Lösungen bieten! (https://www.parcovalcalanca.swiss)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=AVC&amp;diff=76</id>
		<title>AVC</title>
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		<updated>2021-11-13T16:12:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Die Seite wurde neu angelegt: „Die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) ist ein Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der Unterstü…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Arbeitsgemeinschaft Val Calanca (AVC) ist ein Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der Unterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal. Ihre Homepage ist https://www.calanca.org&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2021-11-13T16:07:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]] auf beiden Talseiten des Dorfes [[Cauco]] und umfassen unter anderem die Orte [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavaionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Capella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegenden [[Ackerterrassen]] [[Ciüs]] und [[Al Sborf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<updated>2021-11-13T16:06:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]] auf beiden Talseiten des Dorfes [[Cauco]] und umfassen unter anderem die Orte [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Capella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegenden [[Ackerterrassen]] [[Ciüs]] und [[Al Sborf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Bergsturz_von_Cauco&amp;diff=73</id>
		<title>Bergsturz von Cauco</title>
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		<updated>2021-11-13T16:04:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Am 30. September 1513 hat ein Erdbeben im Val Calanca einen Bergsturz ausgelöst.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Cappella_S._Antonio&amp;diff=72</id>
		<title>Cappella S. Antonio</title>
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		<updated>2021-11-13T16:04:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der Siedlung [[Lasciallo]] oberhalb [[Cauco]] befindet sich ein barockes Juwel aus der Glanzzeit der Misoxer und Calanciner Baumeister, die Cappella San Antonio da Padova (https://s.geo.admin.ch/924b3ad0d9):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_aussen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Notizen im Gemeindearchiv von [[Cauco]] erbaut 1605 und mit Glocken von 1620 datiert, ist die Kapelle mit einem qualitativ sehr wertvollen Antragsstuck aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ausgestattet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:capella_innen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obschon von bescheidenen Dimensionen kann die Kapelle als eines der harmonischsten und kostbarsten Zeugnisse des Barock in unseren Breitengraden betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Der Zugang zur Kapelle führt in eine offene Vorhalle. Die Seiten des Eingangs zieren zwei Wandbilder von N. Giuliani, das noch ganz erhaltene Bild links die Verkündigung Mariens darstellend. Der flachen Decke entlang findet sich ein gemalter Rahmenfries.&lt;br /&gt;
Das Innere des Schiffs ist mit einer einfachen Holzdecke abgeschlossen und zeigt zierlose Wände. Reich ausgestattet mit Stuck von hervorragender Qualität sind der Chorbogen und das Kreuzgewölbe. Es handelt sich um einen frühbarocken künstlerisch sehr wertvollen Antragsstuck, die Arbeit eines Misoxer Meisters, dessen Namen wir nicht kennen, vermutlich noch aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts. Der herrliche Stuckaltar mit grau gefasstem Architrav und den in Stucco Lustro gefassten schwarzen Säulen beinhaltet als Ausstattung eine qualitätvolle Holzstatue des Heiligen Antonius. Das Antipendium aus Holz ist mit einer wundervollen Male- rei aus der Übergangszeit Spätrenaissance zum Frühbarock verziert.&lt;br /&gt;
Die ursprünglich fünf nie übermalten Deckenbilder in Freskotechnik (zwei nur noch in fragmentarischem Zustand, eines fehlt ganz) stammen von Nicolao Giuliani aus Roveredo (um 1670 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ausstattung der Kapelle gehören ferner ein Leinwandbild des 18. Jhs. (Schmerzensmaria) und zwei sehr volkstümliche Leuchterengel (17. Jh.). Noch beim Weggehen beeindruckt die Harmonie dieses kunstgeschichtlichen Kleinods, zur inneren Harmonie gesellt sich die einzigartige Einordnung in die Bergwelt des Calanca-Tales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text: H. Urech, nach Unterlagen von Prof. O. Emmenegger sowie den beiden Restauratoren L. Knöchel und M. Somaini.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=71</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2021-11-13T15:58:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]] auf beiden Talseite des Dorfes [[Cauco]] und umfassen unter anderem die Orte [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Capella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegenden [[Ackerterrassen]] [[Ciüs]] und [[Al Sborf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<title>Ciüs und Al Sborf</title>
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		<updated>2021-11-13T15:57:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Weiterleitungsziel von Ackerterassen nach Ackerterrassen geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Ackerterrassen]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2021-11-13T15:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Lefe verschob die Seite Ackerterassen nach Ackerterrassen, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die von der [[AVC]] wieder freigelegten Terrassenfluren zeugen vom früheren [[Ackerbau]] im [[Calancatal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf foldendem Ausschnitt aus der Landeskarte ist die Lage der Ackerterrassen von [[Ciüs]] und [[Al Sborf]] ersichtlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ackerterrassen.png]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2021-11-13T15:52:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die von der [[AVC]] wieder freigelegten Terrassenfluren zeugen vom früheren [[Ackerbau]] im [[Calancatal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf foldendem Ausschnitt aus der Landeskarte ist die Lage der Ackerterrassen von [[Ciüs]] und [[Al Sborf]] ersichtlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ackerterrassen.png]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Ciüs</title>
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		<updated>2021-11-13T15:44:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Weiterleitung auf Ciüs und Al Sborf entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die rundum von schützenden Mauern eingefasste Terrassenanlage Ciüs umfasst rund 10 Aren. Hier wurden die mikroklimatischen Bedingungen durch bauliche Massnahmen zusätzlich verbessert: Getreideanbau ist im engen Bergtal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der Grenzen der Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders ideale Verhältnisse vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ciüs ist nördlich oberhalt der Informationstafel in [[Lasciallo]] zu finden. Von der Tafel aufwärts ist die Anlage in wenigen Minuten über einen durch Ruinenreste führenden Fussweg zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 2006 bis 2010 wurden auf 2 Projektflächen diese alten Terrassen etappenweise gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauern wieder hergestellt; der Arbeitsaufwand für die Erstellung war enorm: Im Durchschnitt mussten pro Quadratmeter Anbaufläche 1.2 Tonnen Steine in Mauern verbaut werden, und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgt man dem in südlicher Richtung aus Ciüs verlaufendem Fussweg trifft man nach ca. 200m auf dem Wanderweg, welcher von [[Lasciallo]] nach [[La Motta]] führt, so kommt man nach etwa weiteren 200m an die Abzweigung zur Ackerterrase von [[Al Sborf]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Al_Sborf&amp;diff=66</id>
		<title>Al Sborf</title>
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		<updated>2021-11-13T15:35:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kaum irgendwo sonst wird noch eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war, als in den Felsengärten von Al Sborf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen und die verzweifelte Anstrengung früherer Generationen, ihre Ernährung irgendwie zu sichern.&lt;br /&gt;
Die aus groben Steinen gefügten Mauern lehnen sich unregelmässig an grosse Felsblöcke an, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Auf den kleinen Flächen hinter den Mauern und auf grossen Felsen liegt nur eine dünne, mühsam zusammengekratzte Schicht Ackererde. Eine Steinwüste lieferte ihren kleinen Beitrag zum Überleben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordwestlich der Terassen von Al Sborf liegen die Schwesterterassen von [[Ciüs]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=64</id>
		<title>Monti</title>
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		<updated>2021-11-13T15:32:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Lefe verschob die Seite Ciüs und Al Sborf nach Ackerterassen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Ackerterrassen von «Ciüs» und «Al Sborf» (vgl. Auszug aus der Landeskarte):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ackerterrassen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ciüs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ciüs&amp;quot; ist nördlich oberhalt der Informationstafel in [[Lasciallo]] zu finden. &lt;br /&gt;
Von der Tafel aufwärts ist die Anlage in wenigen Minuten über einen durch Ruinenreste führenden Fussweg zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 2006 bis 2010 wurden auf 2 Projektflächen diese alten Terrassen etappenweise gerodet, vermessen und die gebrochenen Trockenmauern wieder hergestellt; der Arbeitsaufwand für die Erstellung war enorm:&lt;br /&gt;
Im Durchschnitt mussten pro Quadratmeter Anbaufläche 1.2 Tonnen Steine in Mauern verbaut werden, und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rundum von schützenden Mauern eingefasste Terrassenanlage &amp;quot;Ciüs&amp;quot; umfasst rund 10 Aren. Hier wurden die mikroklimatischen Bedingungen durch bauliche Massnahmen zusätzlich verbessert: Getreideanbau ist im engen Bergtal nur bei günstigen mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb der Grenzen der Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der Felswand über Lasciallo besonders ideale Verhältnisse vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Al Sborf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum irgendwo sonst wird noch eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war, als in den Felsengärten von &amp;quot;Al Sborf&amp;quot;:&lt;br /&gt;
Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen und die verzweifelte Anstrengung früherer Generationen, ihre Ernährung irgendwie zu sichern.&lt;br /&gt;
Die aus groben Steinen gefügten Mauern lehnen sich unregelmässig an grosse Felsblöcke an, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Auf den kleinen Flächen hinter den Mauern und auf grossen Felsen liegt nur eine dünne, mühsam zusammengekratzte Schicht Ackererde. Eine Steinwüste lieferte ihren kleinen Beitrag zum Überleben!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Ci%C3%BCs_und_Al_Sborf&amp;diff=65</id>
		<title>Ciüs und Al Sborf</title>
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		<updated>2021-11-13T15:32:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Lefe verschob die Seite Ciüs und Al Sborf nach Ackerterassen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Ackerterassen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Al_Sborf&amp;diff=63</id>
		<title>Al Sborf</title>
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		<updated>2021-11-13T15:30:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kaum irgendwo sonst wird noch eindrücklicher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren im Calancatal war, als in den Felsengärten von &amp;quot;Al Sborf&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen und die verzweifelte Anstrengung früherer Generationen, ihre Ernährung irgendwie zu sichern.&lt;br /&gt;
Die aus groben Steinen gefügten Mauern lehnen sich unregelmässig an grosse Felsblöcke an, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Auf den kleinen Flächen hinter den Mauern und auf grossen Felsen liegt nur eine dünne, mühsam zusammengekratzte Schicht Ackererde. Eine Steinwüste lieferte ihren kleinen Beitrag zum Überleben!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
	</entry>
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Lasciallo&amp;diff=62</id>
		<title>Lasciallo</title>
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		<updated>2021-11-13T15:24:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Siedlung Lasciallo handelt es sich nicht, wie oft angenommen, um ein Monti von Cauco, sondern um eine einst ganzjährig bewohnte Siedlung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte von Lasciallo (heute &amp;quot;Lascial&amp;quot; in der Landeskarte) zu schreiben, erweist sich als ausserordentlich schwierig. Es fehlen, da es sich nicht um eine Gemeinde, sondern um eine kleine Fraktion (Weiler) handelt, die schriftlichen Quellen. So wurde der Name Lasciallo im 17. Jh. oft nicht einmal im Zusammenhang mit der [[Capella S. Antonio|Kapelle]] verwendet (1605 cappella di Cauco, 1626 /1683 cappella in Artuallo). Angesichts der dürftigen Quellenlage sind wir auf archäologische und baugeschichtliche Spuren angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weiler ist mit Sicherheit älter als der Dorfkern von [[Cauco]]; ein heute noch stehendes Wohnhaus wurde im frühen 16. Jh. erbaut. Seine maximale Einwohnerzahl erreichte der Ort wohl bereits im 17. Jh. Im Jahre 1746 sollen 12 Familien in Lasciallo wohnhaft gewesen sein, diese Zahl entspricht der Anzahl Wohnhäuser, die ich anhand vorhandener Mauerreste noch vor dem Bau der Forststrasse nachweisen konnte. Wesentlich mehr Familien als im Jahr 1746 können es nie gewesen sein, denn von ihrer Grösse her kamen nur 1 bis 2 Gebäude als mögliche Doppelwohnhäuser in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabe der Siedlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 2. Hälfte des 18. Jh. gingen die Bevölkerungszahlen im mittleren [[Calancatal]] dramatisch zurück, eine markante Klimaverschlechterung führte zu verkürzten Vegetationszeiten und Missernten beim Getreide. Davon war auch Lasciallo betroffen, schon 1830 standen mindestens 3 Wohnhäuser leer, eines davon war vermutlich schon teilweise eingestürzt. Der einsetzende bauliche Zerfall der Siedlung lässt sich anhand alter Fotos nur lückenhaft rekonstruieren, denn schon zu Beginn des 1. Weltkrieges existierten von einem Teil des einstigen Dörfchens nur noch Mauerreste. Offensichtlich war spätestens nach der Abwanderungswelle zwischen 1830 und 1850 die Einwohnerzahl so dramatisch geschrumpft, dass viele frei werdende Gebäude in der Folge unbenutzt blieben. Auf Grund des baulichen Zustandes von Gebäuden und Ruinen um 1930 kann davon ausgegangen werden, dass schon zu Beginn des 20. Jh. nur noch 2 oder 3 Häuser bewohnt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind, etwa im Vergleich zum fast genau gleich grossen Weiler [[Bodio]], der frühe starke Bevölkerungsrückgang und das Ausmass des Gebäudezerfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Wohnhäuser um 1800 &lt;br /&gt;
| Wohnhäuser 1900 bewohnt&lt;br /&gt;
| Wohnhäuser 1900 in Ruinen&lt;br /&gt;
| Wohnhaus-Ruinen 1930 &lt;br /&gt;
| Wohnhaus-Ruinen 1980 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Bodio]]&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lasciallo&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| 2 oder 3&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso wurde eigentlich das klimatisch begünstigte Lasciallo von der Abwanderung viel radikaler betroffen als [[Bodio]]?&lt;br /&gt;
Der Entscheid für oder gegen Emigration hängt nie allein vom materiellen Umfeld ab, sondern hat auch mit Risikobereitschaft, Abenteuerlust u.a.m. zu tun. Häufig zogen auch aus abgelegenen Dörfern grössere Gruppen von Verwandten oder Nachbarn gemeinsam weg. Dennoch, über die ganze Zeit betrachtet, war der Bau der Fahrstrasse im Talboden (1830) der ausschlaggebende Faktor für die unterschiedliche Entwicklung der beiden Weiler. Vor 1830 war der Fussweg von [[Cauco]] über Lasciallo und [[Bersach]] nach [[Braggio]] mindestens so wichtig wie jener von [[Cauco]] nach [[Selma]] und &lt;br /&gt;
[[Arvigo]]. Nachher aber waren die Dörfer und Weiler an der einzigen befahrbaren Strasse in deutlichem Vorteil. Dazu kommt, dass die Strasse die Zufuhr von preisgünstigem Getreide ermöglichte, wodurch der Getreidebau im Tal in den kalten Witterungsperioden des 19. Jh. stark zurückge- &lt;br /&gt;
drängt wurde. Nun lagen aber über Lasciallo, in klimatisch bevorzugter Lage, einst rund 40% der terrassierten Ackerflächen der Gemeinde [[Cauco]]. Wir gehen daher kaum fehl in der Annahme, dass zwischen dem Zusammenbruch des Getreideanbaus ab 1840 und dem frühen Niedergang von Lasciallo ein Zusammenhang besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer Berglandwirtschaft, in der Viehhaltung zunehmend dominierte, wirkte sich die extreme Parzellierung auf dem Areal der ehemaligen Ackerterrassen besonders negativ aus. Zwischen Felsbrocken und Trockenmauern eingeklemmte Parzellen von oft nur 10 bis 20 Quadratmetern Fläche sind als Heuwiesen wenig geeignet, da sie kaum den Einsatz einer Sense ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist dieses ursprünglich wertvollste Kulturland in der Folge vielfach zuerst aufgegeben worden. Das Leben im sterbenden Kleindorf wurde speziell im Winter beschwerlich, sodass die letzten Familien, zuerst im Winter und dann endgültig, unten in [[Cauco]] Wohnsitz nahmen. Ab 1962 war &lt;br /&gt;
nur noch ein einziges Haus bewohnt, dort starb 1980 Bartolomeo Pasini, der letzte ganzjährige Bewohner von Lasciallo. Zehn Jahre später drohte sogar die wunderbare [[Capella S. Antonio|Kapelle]], in der 1946 letztmals Messe gelesen worden war, einzustürzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bistum und Kanton hatten sie bereits &lt;br /&gt;
aufgegeben und der Zwerggemeinde fehlten die finanziellen Mittel für die dringend notwendige Restaurierung. Dank der Initiative eines Idealisten, seit 1991 Hausbesitzer in Lasciallo, konnte sie buchstäblich in letzter Minute gerettet werden. Dieses Unternehmen wäre — aus finanziellen Grün- &lt;br /&gt;
den — ohne die seit 1979 nahe vorbei führende Forststrasse nicht möglich gewesen, für einen permanenten Wohnplatz Lasciallo kam die Strasse viel zu spät. Eine Kapelle mit der reichsten Barock Stukkatur des Calancatals, zwei Häuser, ein Stall und imposante Mauern [[Ciüs|früherer Ackerterrassen]], &lt;br /&gt;
das ist Lasciallo im Jahre 2010.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=61</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2021-11-13T15:15:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Monti-di-Cauco liegen im mittleren Talabschnitt des [[Val Calanca]] auf beiden Talseite des Dorfes [[Cauco]] und umfassen unter anderem die Orte [[Lasciallo]], [[Artoalla]] und [[La Motta]] auf der östlichen Seite sowie [[Cavionc]] in westlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im begrenzeten Raum der Monti speziell sehenswert sind die barocke [[Capella S. Antonio]] in [[Lasciallo]] sowie die in der Nähe liegenden [[Ackerterassen]] [[Ciüs]] und [[Al Sborf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website des Naturparks Calancatal mit wertvollen und aktuellen Hinweisen zu Aktivitäten im Rahmen des Projekts: http://www.parcovalcalanca.swiss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website der «Arbeitsgemeinschaft Val Calanca», einem Verein zur Förderung des sanften Tourismus, dem Erhalt der historischen Kulturlandschaft sowie der aktuellenUnterstützung der Berglandwirtschaft im mittleren Calancatal, eingangs des Naturparks: http://www.calanca.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Website mit Tipps für einen sanften Tourismus im Calancatal mit Wanderrouten und Hinweisen zur gastronomischen Versorgung und Möglichkeiten der Übernachtung im Tal: http://www.calanca.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 3 Gemeinden des Tales:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.buseno.ch Buseno]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.calanca.ch Calanca]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.rossa.ch Rossa]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Bergsturz_von_Cauco&amp;diff=60</id>
		<title>Bergsturz von Cauco</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Bergsturz_von_Cauco&amp;diff=60"/>
		<updated>2021-11-13T14:55:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Die Seite wurde neu angelegt: „Am 30. September 1513 hat ein Erdbeben im Val Calanca ein Bergsturz ausgelöst.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Am 30. September 1513 hat ein Erdbeben im Val Calanca ein Bergsturz ausgelöst.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Cauco&amp;diff=59</id>
		<title>Cauco</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Cauco&amp;diff=59"/>
		<updated>2021-11-13T14:52:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Die Seite wurde neu angelegt: „Das Dorf Cauco, welches bis zur Fusion mit Arvigo, Braggio und Selma zur neuen Gemeinde Calanca eine eigene Gemeinde bildete, leiht den Monti-di-Cauco seinen N…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Dorf Cauco, welches bis zur Fusion mit Arvigo, Braggio und Selma zur neuen Gemeinde Calanca eine eigene Gemeinde bildete, leiht den Monti-di-Cauco seinen Namen und liegt im Talboden auf linken Seite der Calancasca.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Historische Lexikon der Schweiz erwähnt, dass das Dorf auf dem Schuttkegel eines prähistorischen [[Bergsturz von Cauco|Bergsturzes]] gelegen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/001552 Artikel über Cauco im Historischen Lexikon der Schweiz]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=15</id>
		<title>Monti</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Monti&amp;diff=15"/>
		<updated>2020-07-25T20:57:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die rundum von schützenden Mauern eingefasste Terassenanlage &amp;quot;Ciüs&amp;quot; umfasst rund 10 Aren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand für die Erstellung war enorm. &lt;br /&gt;
Im Durchschnitt mussten pro Quadratmeter Anbaufläche 1.2 Tonnen Steine in Mauern verbaut werden, und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreideanbau ist im engen Bergtal nur bei günstigen&lt;br /&gt;
mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb&lt;br /&gt;
der Grenzen der Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der&lt;br /&gt;
Felswand über Lasciallo besonders ideale Verhältnisse vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ciüs&amp;quot; ist nördlich oberhalt der Informationstafel in [[Lasciallo]] zu finden. &lt;br /&gt;
Von der Tafel aufwärts ist die Anlage in wenigen Minuten über einen durch Ruinenreste führenden Fussweg zu erreichen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<updated>2020-07-25T20:55:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte von Lasciallo zu schreiben, erweist sich als ausserordentlich schwierig. Es fehlen, da es sich nicht um eine Gemeinde, sondern um eine kleine Fraktion (Weiler) handelt, die schriftlichen Quellen. So wurde der Name Lasciallo im 17. Jh. oft nicht einmal im Zusammenhang mit &lt;br /&gt;
der Kapelle verwendet (1605 cappella di Cauco, 1626 /1683 cappella in Artuallo). Angesichts der dürftigen Quellenlage sind wir auf archäologische und baugeschichtliche Spuren angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weiler ist mit Sicherheit älter als der Dorfkern von [[Cauco]]; ein heute noch stehendes Wohnhaus wurde im frühen 16. Jh. erbaut. Seine maximale Einwohnerzahl erreichte der Ort wohl bereits im 7. Jh. Im Jahre 1746 sollen 12 Familien in Lasciallo wohnhaft gewesen sein, diese Zahl entspricht der Anzahl Wohnhäuser, die ich anhand vorhandener Mauerreste noch vor dem Bau der Forststrasse nachweisen konnte. Wesentlich mehr Familien als im Jahr 1746 können es nie gewesen sein, denn von ihrer Grösse her kamen nur 1 bis 2 Gebäude als mögliche Doppelwohnhäuser in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 2. Hälfte des 18. Jh. gingen die Bevölkerungszahlen im mittleren [[Calancatal]] dramatisch zurück, eine markante Klimaverschlechterung führte zu verkürzten Vegetationszeiten und Missernten beim Getreide. Davon war auch Lasciallo betroffen, schon 1830 standen mindestens 3 Wohnhäuser leer, eines davon war vermutlich schon teilweise eingestürzt. Der einsetzende bauliche Zerfall der Siedlung lässt sich anhand alter Fotos nur lückenhaft rekonstruieren, denn schon zu Beginn des 1. Weltkrieges existierten von einem Teil des einstigen Dörfchens nur noch Mauerreste. Offensichtlich war spätestens nach der Abwanderungswelle zwischen 1830 und 1850 die Einwohnerzahl so dramatisch geschrumpft, dass viele frei werdende Gebäude in der Folge unbenutzt blieben. Auf Grund des baulichen Zustandes von Gebäuden und Ruinen um 1930 kann davon ausgegangen werden, dass schon zu Beginn des 20. Jh. nur noch 2 oder 3 Häuser bewohnt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind, etwa im Vergleich zum fast genau gleich grossen Weiler [[Bodio]], der frühe starke Bevölkerungsrückgang und das Ausmass des Gebäudezerfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Wohnhäuser um 1800 &lt;br /&gt;
| Wohnhäuser 1900 bewohnt&lt;br /&gt;
| Wohnhäuser 1900 in Ruinen&lt;br /&gt;
| Wohnhaus-Ruinen 1930 &lt;br /&gt;
| Wohnhaus-Ruinen 1980 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Bodio]]&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lasciallo&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| 2 oder 3&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso wurde eigentlich das klimatisch begünstigte Lasciallo von der Abwanderung viel radikaler betroffen als [[Bodio]]?&lt;br /&gt;
Der Entscheid für oder gegen Emigration hängt nie allein vom materiellen Umfeld ab, sondern hat auch mit Risikobereitschaft, Abenteuerlust u.a.m. zu tun. Häufig zogen auch aus abgelegenen Dörfern grössere Gruppen von Verwandten oder Nachbarn gemeinsam weg. Dennoch, über die ganze Zeit betrachtet, war der Bau der Fahrstrasse im Talboden (1830) der ausschlaggebende Faktor für die unterschiedliche Entwicklung der beiden Weiler. Vor 1830 war der Fussweg von [[Cauco]] über Lasciallo und [[Bersach]] nach [[Braggio]] mindestens so wichtig wie jener von [[Cauco]] nach [[Selma]] und &lt;br /&gt;
[[Arvigo]]. Nachher aber waren die Dörfer und Weiler an der einzigen befahrbaren Strasse in deutlichem Vorteil. Dazu kommt, dass die Strasse die Zufuhr von preisgünstigem Getreide ermöglichte, wodurch der Getreidebau im Tal in den kalten Witterungsperioden des 19. Jh. stark zurückge- &lt;br /&gt;
drängt wurde. Nun lagen aber über Lasciallo, in klimatisch bevorzugter Lage, einst rund 40% der terrassierten Ackerflächen der Gemeinde [[Cauco]]. Wir gehen daher kaum fehl in der Annahme, dass zwischen dem Zusammenbruch des Getreideanbaus ab 1840 und dem frühen Niedergang von Lasciallo ein Zusammenhang besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer Berglandwirtschaft, in der Viehhaltung zunehmend dominierte, wirkte sich die extreme Parzellierung auf dem Areal der ehemaligen Ackerterrassen besonders negativ aus. Zwischen Felsbrocken und Trockenmauern eingeklemmte Parzellen von oft nur 10 bis 20 Quadratmetern Fläche sind als Heuwiesen wenig geeignet, da sie kaum den Einsatz einer Sense ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist dieses ursprünglich wertvollste Kulturland in der Folge vielfach zuerst aufgegeben worden. Das Leben im sterbenden Kleindorf wurde speziell im Winter beschwerlich, sodass die letzten Familien, zuerst im Winter und dann endgültig, unten in [[Cauco]] Wohnsitz nahmen. Ab 1962 war &lt;br /&gt;
nur noch ein einziges Haus bewohnt, dort starb 1980 Bartolomeo Pasini, der letzte ganzjährige Bewohner von Lasciallo. Zehn Jahre später drohte sogar die wunderbare [[Kapelle Lasciallo|barocke Kapelle]], in der 1946 letztmals Messe gelesen worden war, einzustürzen. Bistum und Kanton hatten sie bereits &lt;br /&gt;
aufgegeben und der Zwerggemeinde fehlten die finanziellen Mittel für die dringend notwendige Restaurierung. Dank der Initiative eines Idealisten, seit 1991 Hausbesitzer in Lasciallo, konnte sie buchstäblich in letzter Minute gerettet werden. Dieses Unternehmen wäre — aus finanziellen Grün- &lt;br /&gt;
den — ohne die seit 1979 nahe vorbei führende Forststrasse nicht möglich gewesen, für einen permanenten Wohnplatz Lasciallo kam die Strasse viel zu spät. Eine Kapelle mit der reichsten Barock Stukkatur des Calancatals, zwei Häuser, ein Stall und imposante Mauern [[Ciüs|früherer Ackerterrassen]], &lt;br /&gt;
das ist Lasciallo im Jahre 2010.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<updated>2020-07-25T20:49:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Ciüs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Al Sborf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Artoalla]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Al Sborf</title>
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		<updated>2020-07-25T20:48:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Lefe verschob die Seite La Sborf nach Al Sborf, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kaum irgendwo sonst wird eindrück-&lt;br /&gt;
licher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren&lt;br /&gt;
im Calancatal war, als in den Felsengärten von &amp;quot;Al Sborf&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern&lt;br /&gt;
dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen und&lt;br /&gt;
die verzweifelte Anstrengung früherer Generationen, ihre Ernährung&lt;br /&gt;
irgendwie zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus groben Steinen gefügten Mauern lehnen sich unregelmässig an grosse Felsblöcke an, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Auf den kleinen&lt;br /&gt;
Flächen hinter den Mauern und auf grossen Felsen liegt nur eine&lt;br /&gt;
dünne, mühsam zusammengekratzte Schicht Ackererde. Eine Steinwüste lieferte ihren kleinen Beitrag zum Überleben!&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2020-07-25T20:35:47Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die rundum von schützenden Mauern eingefasste Terassenanlage &amp;quot;Ciüs&amp;quot; umfasst rund 10 Aren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand für die Erstellung war enorm. &lt;br /&gt;
Im Durchschnitt mussten pro Quadratmeter Anbaufläche 1.2 Tonnen Steine in Mauern verbaut werden, und dies ausschliesslich mit menschlicher Arbeitskraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreideanbau ist im engen Bergtal nur bei günstigen&lt;br /&gt;
mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb&lt;br /&gt;
der Grenzen der Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der&lt;br /&gt;
Felswand über Lasciallo besonders ideale Verhältnisse vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ciüs&amp;quot; ist nördlich oberhalt der Informationstafel in [[Lasciallo]] zu finden. &lt;br /&gt;
Die Anlage ist in wenigen Minuten von der Tafel über durch Ruinenreste führenden Fussweg aufwärts zu erreichen.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Die Seite wurde neu angelegt: „Die rundum von schützenden Mauern eingefasste Terassenanlage &amp;quot;Ciüs&amp;quot; umfasst rund 10 Aren.  Der Arbeitsaufwand für die Erstellung war enorm. Im Durchschnitt…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die rundum von schützenden Mauern eingefasste Terassenanlage &amp;quot;Ciüs&amp;quot; umfasst rund 10 Aren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand für die Erstellung war enorm. Im Durchschnitt&lt;br /&gt;
mussten pro Quadratmeter Anbaufläche 1.2 Tonnen Steine in Mau-&lt;br /&gt;
ern verbaut werden, und dies ausschliesslich mit menschlicher&lt;br /&gt;
Arbeitskraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Getreideanbau ist im engen Bergtal nur bei günstigen&lt;br /&gt;
mikroklimatischen Gegebenheiten Erfolg versprechend. Innerhalb&lt;br /&gt;
der Grenzen der Gemeinde Cauco finden wir diesbezüglich unter der&lt;br /&gt;
Felswand über Lasciallo besonders ideale Verhältnisse vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ciüs&amp;quot; ist nördlich oberhalt der Informationstafel in [[Lasciallo]] zu finden. Die Anlage ist in wenigen Minuten von der Tafel über durch Ruinenreste führenden Fussweg aufwärts zu erreichen.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2020-07-25T20:27:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[Ciüs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[La Sborf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<title>Al Sborf</title>
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		<updated>2020-07-25T20:24:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Felsengärten La Sborf&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kaum irgendwo sonst wird eindrück-&lt;br /&gt;
licher sichtbar, wie knapp der Lebensraum vor 300 und mehr Jahren&lt;br /&gt;
im Calancatal war, als in den Felsengärten von &amp;quot;Al Sborf&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Areal mit den wiederhergestellten Mauern&lt;br /&gt;
dokumentiert Getreidebau hart an der Grenze des Möglichen und&lt;br /&gt;
die verzweifelte Anstrengung früherer Generationen, ihre Ernährung&lt;br /&gt;
irgendwie zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus groben Steinen gefügten Mauern lehnen sich unregelmässig an grosse Felsblöcke an, deren Wärmerückstrahlung und Windschutzwirkung voll genutzt wird. Auf den kleinen&lt;br /&gt;
Flächen hinter den Mauern und auf grossen Felsen liegt nur eine&lt;br /&gt;
dünne, mühsam zusammengekratzte Schicht Ackererde. Eine Steinwüste lieferte ihren kleinen Beitrag zum Überleben!&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;[[La Sborf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<title>Lasciallo</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte von Lasciallo zu schreiben, erweist sich als ausserordentlich schwierig. Es fehlen, da es sich nicht um eine Gemeinde, sondern um eine kleine Fraktion (Weiler) handelt, die schriftlichen Quellen. So wurde der Name Lasciallo im 17. Jh. oft nicht einmal im Zusammenhang mit &lt;br /&gt;
der Kapelle verwendet (1605 cappella di Cauco, 1626 /1683 cappella in Artuallo). Angesichts der dürftigen Quellenlage sind wir auf archäologische und baugeschichtliche Spuren angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weiler ist mit Sicherheit älter als der Dorfkern von [[Cauco]]; ein heute noch stehendes Wohnhaus wurde im frühen 16. Jh. erbaut. Seine maximale Einwohnerzahl erreichte der Ort wohl bereits im 7. Jh. Im Jahre 1746 sollen 12 Familien in Lasciallo wohnhaft gewesen sein, diese Zahl entspricht der Anzahl Wohnhäuser, die ich anhand vorhandener Mauerreste noch vor dem Bau der Forststrasse nachweisen konnte. Wesentlich mehr Familien als im Jahr 1746 können es nie gewesen sein, denn von ihrer Grösse her kamen nur 1 bis 2 Gebäude als mögliche Doppelwohnhäuser in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 2. Hälfte des 18. Jh. gingen die Bevölkerungszahlen im mittleren [[Calancatal]] dramatisch zurück, eine markante Klimaverschlechterung führte zu verkürzten Vegetationszeiten und Missernten beim Getreide. Davon war auch Lasciallo betroffen, schon 1830 standen mindestens 3 Wohnhäuser leer, eines davon war vermutlich schon teilweise eingestürzt. Der einsetzende bauliche Zerfall der Siedlung lässt sich anhand alter Fotos nur lückenhaft rekonstruieren, denn schon zu Beginn des 1. Weltkrieges existierten von einem Teil des einstigen Dörfchens nur noch Mauerreste. Offensichtlich war spätestens nach der Abwanderungswelle zwischen 1830 und 1850 die Einwohnerzahl so dramatisch geschrumpft, dass viele frei werdende Gebäude in der Folge unbenutzt blieben. Auf Grund des baulichen Zustandes von Gebäuden und Ruinen um 1930 kann davon ausgegangen werden, dass schon zu Beginn des 20. Jh. nur noch 2 oder 3 Häuser bewohnt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind, etwa im Vergleich zum fast genau gleich grossen Weiler [[Bodio]], der frühe starke Bevölkerungsrückgang und das Ausmass des Gebäudezerfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Wohnhäuser um 1800 &lt;br /&gt;
| Wohnhäuser 1900 bewohnt&lt;br /&gt;
| Wohnhäuser 1900 in Ruinen&lt;br /&gt;
| Wohnhaus-Ruinen 1930 &lt;br /&gt;
| Wohnhaus-Ruinen 1980 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| [[Bodio]]&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lasciallo&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| 2 oder 3&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso wurde eigentlich das klimatisch begünstigte Lasciallo von der Abwanderung viel radikaler betroffen als [[Bodio]]?&lt;br /&gt;
Der Entscheid für oder gegen Emigration hängt nie allein vom materiellen Umfeld ab, sondern hat auch mit Risikobereitschaft, Abenteuerlust u.a.m. zu tun. Häufig zogen auch aus abgelegenen Dörfern grössere Gruppen von Verwandten oder Nachbarn gemeinsam weg. Dennoch, über die ganze Zeit betrachtet, war der Bau der Fahrstrasse im Talboden (1830) der ausschlaggebende Faktor für die unterschiedliche Entwicklung der beiden Weiler. Vor 1830 war der Fussweg von [[Cauco]] über Lasciallo und [[Bersach]] nach [[Braggio]] mindestens so wichtig wie jener von [[Cauco]] nach [[Selma]] und &lt;br /&gt;
[[Arvigo]]. Nachher aber waren die Dörfer und Weiler an der einzigen befahrbaren Strasse in deutlichem Vorteil. Dazu kommt, dass die Strasse die Zufuhr von preisgünstigem Getreide ermöglichte, wodurch der Getreidebau im Tal in den kalten Witterungsperioden des 19. Jh. stark zurückge- &lt;br /&gt;
drängt wurde. Nun lagen aber über Lasciallo, in klimatisch bevorzugter Lage, einst rund 40% der terrassierten Ackerflächen der Gemeinde [[Cauco]]. Wir gehen daher kaum fehl in der Annahme, dass zwischen dem Zusammenbruch des Getreideanbaus ab 1840 und dem frühen Niedergang von Lasciallo ein Zusammenhang besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer Berglandwirtschaft, in der Viehhaltung zunehmend dominierte, wirkte sich die extreme Parzellierung auf dem Areal der ehemaligen Ackerterrassen besonders negativ aus. Zwischen Felsbrocken und Trockenmauern eingeklemmte Parzellen von oft nur 10 bis 20 Quadratmetern Fläche sind als Heuwiesen wenig geeignet, da sie kaum den Einsatz einer Sense ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist dieses ursprünglich wertvollste Kulturland in der Folge vielfach zuerst aufgegeben worden. Das Leben im sterbenden Kleindorf wurde speziell im Winter beschwerlich, sodass die letzten Familien, zuerst im Winter und dann endgültig, unten in [[Cauco]] Wohnsitz nahmen. Ab 1962 war &lt;br /&gt;
nur noch ein einziges Haus bewohnt, dort starb 1980 Bartolomeo Pasini, der letzte ganzjährige Bewohner von Lasciallo. Zehn Jahre später drohte sogar die wunderbare [[Kapelle Lasciallo|barocke Kapelle]], in der 1946 letztmals Messe gelesen worden war, einzustürzen. Bistum und Kanton hatten sie bereits &lt;br /&gt;
aufgegeben und der Zwerggemeinde fehlten die finanziellen Mittel für die dringend notwendige Restaurierung. Dank der Initiative eines Idealisten, seit 1991 Hausbesitzer in Lasciallo, konnte sie buchstäblich in letzter Minute gerettet werden. Dieses Unternehmen wäre — aus finanziellen Grün- &lt;br /&gt;
den — ohne die seit 1979 nahe vorbei führende Forststrasse nicht möglich gewesen, für einen permanenten Wohnplatz Lasciallo kam die Strasse viel zu spät. Eine Kapelle mit der reichsten Barock Stukkatur des Calancatals, zwei Häuser, ein Stall und imposante Mauern früherer Ackerterrassen, &lt;br /&gt;
das ist Lasciallo im Jahre 2010.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Artoalla&amp;diff=5</id>
		<title>Artoalla</title>
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		<updated>2020-03-08T19:06:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das grösste Maiensäss der Gemeinde Cauco ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich heute in [[Cauco]] einigermassen auskennt könnte leicht denken, der Titel sei falsch; zumindest [[La Motta]] und [[Cavaionc]] präsentieren sich als stattlichere Maiensässe (Monti). Das war aber, wie die folgenden Zahlen belegen, ursprünglich ganz anders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Artoalla (1260 - 1320 müM)&lt;br /&gt;
|[[Cavaionc]] (1250 - 1310 müM)&lt;br /&gt;
|[[La Motta]] (1370 - 1390 müM)&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anzahl Betriebe archäologisches Inventar&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anzahl Gebäude archäologisches Inventar&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Im Jahr 2000 noch intakte Gebäude&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso ist Artoalla in weit grösserem Umfang zur Ruinenlandschaft geworden als [[Cavaionc]] und [[La Motta]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach spielten hier die Veränderungen innerhalb der Landwirtschaft im Verlaufe des 19. Jh. eine entscheidende Rolle. Das Gelände im Raum Artoalla ist steiler, felsiger und zum Teil von Spalten durchzogen. Dies fiel in einer Zeit als die Kleinbauernfamilien nur ihre Ackerterrassen und einige Ziegen besassen nicht ins Gewicht. Als aber im 19. Jh. die Rinderhaltung zunahm, während der Ackerbau fast völlig verschwand, waren für das Rindvieh geeignete Weideflächen gefragt, und solche sind in Artoalla rar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vieh wurde, da man auf dem Privatland der Monti Winterfutter gewinnen musste, ohnehin so lange wie möglich auf höher gelegenen Weiden zum Beispiel im [[Val Conca]] oder in Waldlichtungen gehalten. Damit gewannen die näher bei diesen Weideflächen liegenden höheren Monti als temporärer Wohnplatz an Attraktivität. Kein Wunder also, dass bei schrumpfender Betriebszahl vor allem in [[La Motta]] investiert wurde und nicht in Artoalla. Sechs von neun Bauernfamilien haben zwischen 1870 und 1930 in [[La Motta]] neu gebaut bzw. Umbauten vorgenommen. Umgekehrt stürzten in Artoalla die nicht mehr unterhaltenen funktionslos gewordenen Gebäude mehrheitlich ein, bevor die Nachfrage nach Rustici im Calancatal strassenferne Monti erreichte. Nur gerade die Monti von zwei Familien stehen am Ende des 20. Jh. noch und dienen als selten benutzte Ferienunterkunft bzw. als Stützpunkt für Arbeitslager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren in Artoalla noch Gebäude (archäologisches Inventar = 100%):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Im Jahr&lt;br /&gt;
|1900&lt;br /&gt;
|1930&lt;br /&gt;
|1968&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|ca.&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 60er-Jahre des 20. Jh. spiegelt sich im Niedergang von Artoalla exakt der fortschreitende Zusammenbruch der traditionellen Berglandwirtschaft in der Gemeinde [[Cauco]]. Seither weiden im Herbst noch ein paar Rinder in Artoalla, denn dank dem Bau einiger Strassen bestehen unten im Dorf drei Bauernbetriebe vorderhand weiter.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<title>Artoalla</title>
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		<updated>2020-03-08T16:57:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Die Seite wurde neu angelegt: „== Das grösste Maiensäss der Gemeinde Cauco ==  Wer sich heute in Cauco einigermassen auskennt könnte leicht denken, der Titel sei falsch; zumindest La Mott…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das grösste Maiensäss der Gemeinde Cauco ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich heute in Cauco einigermassen auskennt könnte leicht denken, der Titel sei falsch; zumindest La Motta und Cavaionc präsentieren sich als stattlichere Maiensässe (Monti). Das war aber, wie die folgenden Zahlen belegen, ursprünglich ganz anders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Artoalla (1260 - 1320 müM)&lt;br /&gt;
|Cavaionc (1250 - 1310 müM)&lt;br /&gt;
|La Motta (1370 - 1390 müM)&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anzahl Betriebe archäologisches Inventar&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anzahl Gebäude archäologisches Inventar&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Im Jahr 2000 noch intakte Gebäude&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso ist Artoalla in weit grösserem Umfang zur Ruinenlandschaft geworden als Cavaionc und La Motta?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach spielten hier die Veränderungen innerhalb der Landwirtschaft im Verlaufe des 19. Jh. eine entscheidende Rolle. Das Gelände im Raum Artoalla ist steiler, felsiger und zum Teil von Spalten durchzogen. Dies fiel in einer Zeit als die Kleinbauernfamilien nur ihre Ackerterrassen und einige Ziegen besassen nicht ins Gewicht. Als aber im 19. Jh. die Rinderhaltung zunahm, während der Ackerbau fast völlig verschwand, waren für das Rindvieh geeignete Weideflächen gefragt, und solche sind in Artoalla rar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vieh wurde, da man auf dem Privatland der Monti Winterfutter gewinnen musste, ohnehin so lange wie möglich auf höher gelegenen Weiden zum Beispiel im Val Conca oder in Waldlichtungen gehalten. Damit gewannen die näher bei diesen Weideflächen liegenden höheren Monti als temporärer Wohnplatz an Attraktivität. Kein Wunder also, dass bei schrumpfender Betriebszahl vor allem in La Motta investiert wurde und nicht in Artoalla. Sechs von neun Bauernfamilien haben zwischen 1870 und 1930 in La Motta neu gebaut bzw. Umbauten vorgenommen. Umgekehrt stürzten in Artoalla die nicht mehr unterhaltenen funktionslos gewordenen Gebäude mehrheitlich ein, bevor die Nachfrage nach Rustici im Calancatal strassenferne Monti erreichte. Nur gerade die Monti von zwei Familien stehen am Ende des 20. Jh. noch und dienen als selten benutzte Ferienunterkunft bzw. als Stützpunkt für Arbeitslager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren in Artoalla noch Gebäude (archäologisches Inventar = 100%):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Im Jahr&lt;br /&gt;
|1900&lt;br /&gt;
|1930&lt;br /&gt;
|1968&lt;br /&gt;
|2000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|ca.&lt;br /&gt;
|48%&lt;br /&gt;
|35%&lt;br /&gt;
|26%&lt;br /&gt;
|13%&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 60er-Jahre des 20. Jh. spiegelt sich im Niedergang von Artoalla exakt der fortschreitende Zusammenbruch der traditionellen Berglandwirtschaft in der Gemeinde Cauco. Seither weiden im Herbst noch ein paar Rinder in Artoalla, denn dank dem Bau einiger Strassen bestehen unten im Dorf drei Bauernbetriebe vorderhand weiter.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Lasciallo&amp;diff=3</id>
		<title>Lasciallo</title>
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		<updated>2020-03-08T16:56:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Die Seite wurde neu angelegt: „== Geschichte ==  Die Geschichte von Lasciallo zu schreiben, erweist sich als ausserordentlich schwierig. Es fehlen, da es sich nicht um eine Gemeinde, sondern…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte von Lasciallo zu schreiben, erweist sich als ausserordentlich schwierig. Es fehlen, da es sich nicht um eine Gemeinde, sondern um eine kleine Fraktion (Weiler) handelt, die schriftlichen Quellen. So wurde der Name Lasciallo im 17. Jh. oft nicht einmal im Zusammenhang mit &lt;br /&gt;
der Kapelle verwendet (1605 cappella di Cauco, 1626 /1683 cappella in Artuallo). Angesichts der dürftigen Quellenlage sind wir auf archäologische und baugeschichtliche Spuren angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weiler ist mit Sicherheit älter als der Dorfkern von Cauco; ein heute noch stehendes Wohnhaus wurde im frühen 16. Jh. erbaut. Seine maximale Einwohnerzahl erreichte der Ort wohl bereits im 7. Jh. Im Jahre 1746 sollen 12 Familien in Lasciallo wohnhaft gewesen sein, diese Zahl entspricht der Anzahl Wohnhäuser, die ich anhand vorhandener Mauerreste noch vor dem Bau der Forststrasse nachweisen konnte. Wesentlich mehr Familien als im Jahr 1746 können es nie gewesen sein, denn von ihrer Grösse her kamen nur 1 bis 2 Gebäude als mögliche Doppelwohnhäuser in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 2. Hälfte des 18. Jh. gingen die Bevölkerungszahlen im mittleren Calancatal dramatisch zurück, eine markante Klimaverschlechterung führte zu verkürzten Vegetationszeiten und Missernten beim Getreide. Davon war auch Lasciallo betroffen, schon 1830 standen mindestens 3 Wohnhäuser leer, eines davon war vermutlich schon teilweise eingestürzt. Der einsetzende bauliche Zerfall der Siedlung lässt sich anhand alter Fotos nur lückenhaft rekonstruieren, denn schon zu Beginn des 1. Weltkrieges existierten von einem Teil des einstigen Dörfchens nur noch Mauerreste. Offensichtlich war spätestens nach der Abwanderungswelle zwischen 1830 und 1850 die Einwohnerzahl so dramatisch geschrumpft, dass viele frei werdende Gebäude in der Folge unbenutzt blieben. Auf Grund des baulichen Zustandes von Gebäuden und Ruinen um 1930 kann davon ausgegangen werden, dass schon zu Beginn des 20. Jh. nur noch 2 oder 3 Häuser bewohnt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind, etwa im Vergleich zum fast genau gleich grossen Weiler Bodio, der frühe starke Bevölkerungsrückgang und das Ausmass des Gebäudezerfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Wohnhäuser um 1800 &lt;br /&gt;
| Wohnhäuser 1900 bewohnt&lt;br /&gt;
| Wohnhäuser 1900 in Ruinen&lt;br /&gt;
| Wohnhaus-Ruinen 1930 &lt;br /&gt;
| Wohnhaus-Ruinen 1980 &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Bodio&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Lasciallo&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| 2 oder 3&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieso wurde eigentlich das klimatisch begünstigte Lasciallo von der Abwanderung viel radikaler betroffen als Bodio?&lt;br /&gt;
Der Entscheid für oder gegen Emigration hängt nie allein vom materiellen Umfeld ab, sondern hat auch mit Risikobereitschaft, Abenteuerlust u.a.m. zu tun. Häufig zogen auch aus abgelegenen Dörfern grössere Gruppen von Verwandten oder Nachbarn gemeinsam weg. Dennoch, über die ganze Zeit betrachtet, war der Bau der Fahrstrasse im Talboden (1830) der ausschlaggebende Faktor für die unterschiedliche Entwicklung der beiden Weiler. Vor 1830 war der Fussweg von Cauco über Lasciallo und Bersach nach Braggio mindestens so wichtig wie jener von Cauco nach Selma und &lt;br /&gt;
Arvigo. Nachher aber waren die Dörfer und Weiler an der einzigen befahrbaren Strasse in deutlichem Vorteil. Dazu kommt, dass die Strasse die Zufuhr von preisgünstigem Getreide ermöglichte, wodurch der Getreidebau im Tal in den kalten Witterungsperioden des 19. Jh. stark zurückge- &lt;br /&gt;
drängt wurde. Nun lagen aber über Lasciallo, in klimatisch bevorzugter Lage, einst rund 40% der terrassierten Ackerflächen der Gemeinde Cauco. Wir gehen daher kaum fehl in der Annahme, dass zwischen dem Zusammenbruch des Getreideanbaus ab 1840 und dem frühen Niedergang von Lasciallo ein Zusammenhang besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer Berglandwirtschaft, in der Viehhaltung zunehmend dominierte, wirkte sich die extreme Parzellierung auf dem Areal der ehemaligen Ackerterrassen besonders negativ aus. Zwischen Felsbrocken und Trockenmauern eingeklemmte Parzellen von oft nur 10 bis 20 Quadratme&lt;br /&gt;
tern Fläche sind als Heuwiesen wenig geeignet, da sie kaum den Einsatz einer Sense ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist dieses ursprünglich wertvollste Kulturland in der Folge vielfach zuerst aufgegeben worden. Das Leben im sterbenden Kleindorf wurde speziell im Winter beschwerlich, sodass die letzten Familien, zuerst im Winter und dann endgültig, unten in Cauco Wohnsitz nahmen. Ab 1962 war &lt;br /&gt;
nur noch ein einziges Haus bewohnt, dort starb 1980 Bartolomeo Pasini, der letzte ganzjährige Bewohner von Lasciallo. Zehn Jahre später drohte sogar die wunderbare barocke Kapelle, in der 1946 letztmals Messe gelesen worden war, einzustürzen. Bistum und Kanton hatten sie bereits &lt;br /&gt;
aufgegeben und der Zwerggemeinde fehlten die finanziellen Mittel für die dringend notwendige Restaurierung. Dank der Initiative eines Idealisten, seit 1991 Hausbesitzer in Lasciallo, konnte sie buchstäblich in letzter Minute gerettet werden. Dieses Unternehmen wäre — aus finanziellen Grün- &lt;br /&gt;
den — ohne die seit 1979 nahe vorbei führende Forststrasse nicht möglich gewesen, für einen permanenten Wohnplatz Lasciallo kam die Strasse viel zu spät. Eine Kapelle mit der reichsten Barock Stukkatur des Calancatals, zwei Häuser, ein Stall und imposante Mauern früherer Ackerterrassen, &lt;br /&gt;
das ist Lasciallo im Jahre 2010.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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		<id>https://monti-di-cauco.ch/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=2</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2020-03-08T16:55:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lefe: Der Seiteninhalt wurde durch einen anderen Text ersetzt: „Lasciallo  Artoalla“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Lasciallo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Artoalla]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lefe</name></author>
		
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